ArchivDeutsches Ärzteblatt10/2012KBV-Vorstand Müller: Positive Bilanz nach fast fünf Jahren

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KBV-Vorstand Müller: Positive Bilanz nach fast fünf Jahren

Rieser, Sabine

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Wieder Hausarzt: Carl-Heinz Müller kehrt in seine Praxis in Trier zurück. Foto: Georg J. Lopata
Wieder Hausarzt: Carl-Heinz Müller kehrt in seine Praxis in Trier zurück. Foto: Georg J. Lopata

Dr. med. Carl-Heinz Müller, der seinen Vorstandsposten bei der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) zum 1. März aufgegeben hat und in seine Hausarztpraxis zurückkehrt, ist zufrieden mit dem, was er bewirken konnte: „Es waren spannende Zeiten. Ich bin froh über das, was wir erreichen konnten.“ Die Zusammenarbeit mit dem Vorstandsvorsitzenden Dr. med. Andreas Köhler sei sehr gut und vertrauensvoll gewesen und von neuen, innovativen Ansätzen geprägt.

Dazu zählte Müller die Bemühungen, die Attraktivität des Arztberufs zu steigern. „Wir haben das Thema gut platziert“, befand der KBV-Vorstand. In Zukunft muss es nach seiner Ansicht weiter darum gehen, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu fördern und für Bürokratieabbau in den Praxen zu sorgen. Nur so könnten Ärztinnen und Ärzte Zeit für ihre eigentliche Arbeit gewinnen und Patienten die notwendige Zuwendung und Betreuung erhalten.

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Müller zeigte sich auch zufrieden mit der Honorarpolitik. Die Gesamtvergütung für die Vertragsärzte sei in den Jahren 2009 bis 2011 um durchschnittlich 3,3 Prozent gestiegen. Bei den Vergütungen der Ärzte in den neuen Bundesländern wurden von 2009 an besondere Anpassungen zur Honorarangleichung vorgenommen, erinnerte er.

Unzufrieden ist Müller mit dem Stand des Ausbaus der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung. Auch die allgemeine Palliativversorgung sei unzureichend, weil die Krankenkassen die Notwendigkeit der Finanzierung nicht sähen, kritisierte er. Dass es ihm nicht gelungen sei, die Regresse für Vertragsärzte abzuschaffen, will Müller so nicht gelten lassen. Wegen der im GKV-Versorgungsstrukturgesetz fixierten Regel, dass eine Beratung auffälliger Vertragsärzte vorgehe, würden Regresse faktisch unwahrscheinlich. Dazu komme die Möglichkeit, das Modell von KBV und ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände zu erproben, das auf Wirkstoffverordnung, Medikationskatalog und einem gemeinsamen Medikationsmanagement basiere. Rie

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