ArchivDeutsches Ärzteblatt11/2012Berufszufriedenheit von Hausärzten

MEDIZIN: Originalarbeit

Berufszufriedenheit von Hausärzten

Ergebnisse einer Befragung

Job Satisfaction Among Primary Care Physicians: Results of a Survey

Dtsch Arztebl Int 2012; 109(11): 193-200; DOI: 10.3238/arztebl.2012.0193

Behmann, Mareike; Schmiemann, Guido; Lingner, Heidrun; Kühne, Franziska; Hummers-Pradier, Eva; Schneider, Nils

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Hintergrund: In Deutschland droht und existiert bereits in Teilen ein Mangel an Hausärzten. Diese Situation wird durch das altersbedingte Ausscheiden vieler derzeit praktizierender Hausärzte und auch durch Probleme der Nachwuchsrekrutierung verschärft, wobei die Attraktivität des Fachs für den ärztlichen Nachwuchs durch die Zufriedenheit aufseiten der praktizierenden Hausärzte geprägt wird. Ziel dieser Arbeit war es, die Berufszufriedenheit von Hausärzten in einem großen Flächenland zu untersuchen.

Methode: Standardisierte schriftliche Befragung zur beruflichen Gesamtzufriedenheit und zu Teilaspekten der ärztlichen Tätigkeit von niedergelassenen hausärztlich tätigen Allgemeinmedizinern und Internisten in Niedersachsen (50-%-Zufallsstichprobe, n = 3 296) im Jahr 2009.

Ergebnisse: Der Rücklauf betrug 34 % (1 106 auswertbare Fragebögen). Das Durchschnittsalter der Teilnehmer war 52 Jahre, 69 % waren Männer. Insgesamt 64 % der Ärzte waren sehr zufrieden/zufrieden mit ihrer beruflichen Tätigkeit. Besonders hoch war die Zufriedenheit mit Patientenkontakten (91 %) und dem Arbeitsklima (87 % sehr zufrieden/zufrieden). Dem gegenüber bestand große Unzufriedenheit hinsichtlich administrativer Aufgaben (75 % überhaupt nicht/nicht zufrieden). Ein eher indifferentes Bild ergab sich u. a. im Hinblick auf die Bezahlung sowie Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben. Jüngere Ärzte und Einsteiger in die vertragsärztliche Tätigkeit waren insgesamt betrachtet zufriedener als ihre älteren und bereits länger tätigen Kollegen.

Schlussfolgerungen: Hausärzte scheinen mit ihrer beruflichen Tätigkeit insgesamt zufrieden zu sein. In Teilbereichen, insbesondere hinsichtlich administrativer Aufgaben, besteht allerdings erhebliche Unzufriedenheit. Dies sollten Ansatzpunkte sein, um die Attraktivität des Faches zu steigern.

LNSLNS

Verglichen mit anderen europäischen Ländern ist die Arztdichte in Deutschland insgesamt hoch (1). Bezogen auf die Hausärzte allerdings droht eine Unterversorgung – in einigen, vor allem strukturschwächeren Regionen ist sie bereits eingetreten. Wesentliche Ursachen dafür sind in der Altersstruktur der derzeit praktizierenden Hausärzte und in Problemen der Rekrutierung von hausärztlichem Nachwuchs zu sehen (2, 3). Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage der Attraktivität des Fachs, auf die die Arbeitsbedingungen und das Einkommen wesentlichen Einfluss haben (4, 5).

Bisherige, nicht repräsentative Untersuchungen über die Arbeitszufriedenheit von Ärzten in Deutschland bezogen sich vor allem auf die stationäre Versorgung (6, 7), nur wenige Studien setzten sich mit der Situation der Niedergelassenen, seien es Gebietsärzte (8) oder hausärztlich tätige Ärzte (911), auseinander. Explorative qualitative Studien zeigen, dass Hausärzte insbesondere mit den Arbeitsbedingungen (Bezahlung, Verwaltungsaufwand) sowie der professionellen Akzeptanz und sozialen Anerkennung unzufrieden sind (12, 13). Im internationalen Vergleich (14) sind 60 % der Hausärzte in Deutschland mit ihrer eigenen beruflichen Situation „etwas“ oder „sehr unzufrieden“, was im Vergleich zu anderen Ländern (zum Beispiel Großbritannien, Niederlande, Frankreich) ein deutlich schlechterer Wert ist. Allerdings beziehen sich diese Daten nur auf die berufliche Gesamtzufriedenheit ohne differenzierte Betrachtung von Teilaspekten der Berufsausübung.

Ziel der vorliegenden Studie war es, die Berufszufriedenheit von Hausärzten insgesamt und hinsichtlich ausgewählter Aspekte empirisch zu untersuchen. Dabei sollte auch der Zusammenhang mit arzt- und praxisbezogenen soziodemografischen Faktoren analysiert werden.

Methode

Die Datenerfassung beruht auf einer Befragung einer 50%igen Stichprobe aller Allgemeinmediziner und hausärztlich tätigen Internisten, die am Stichtag (12. 2. 2009) in Niedersachsen vertragsärztlich tätig waren. Erfassungsgrundlage war ein Primärdatensatz von der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen: 2 254 Allgemeinmediziner und 1 042 Internisten waren eingeschlossen. In die späteren Analysen wurden nur diejenigen einbezogen, die nach eigenen Angaben zum Befragungszeitpunkt „hausärztlich tätig“ waren (Filterfrage) (Grafik).

Rücklauf und Teilnehmerstruktur
Rücklauf und Teilnehmerstruktur
Grafik
Rücklauf und Teilnehmerstruktur

Die Befragung wurde im Niedersächsischen Ärzteblatt und dem Mitteilungsblatt der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen angekündigt. Für die Teilnahme wurde eine Aufwandsentschädigung (20 €) angeboten. Nichtteilnehmer wurden zwei Mal erinnert und bei Nichtantwort mittels frankierter Postkarte um die Nennung von Gründen für ihre Nichtteilnahme gebeten.

Der Fragebogen enthielt Angaben zu in der Literatur beschriebenen Determinanten der Berufszufriedenheit (9, 15). Diese wurden mittels einer fünfstufigen Skala von „sehr zufrieden“ bis „überhaupt nicht zufrieden“ bewertet. Im Einzelnen wurde nach der Zufriedenheit mit folgenden Aspekten gefragt:

  • Berufszufriedenheit insgesamt
  • fachliche Anforderungen
  • Arbeitsklima
  • Patientenkontakt
  • administrative Aufgaben
  • Fort- und Weiterbildung
  • Bezahlung
  • Arbeitszeit
  • Selbstbestimmung und
  • Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Als soziodemografische, arzt- und praxisbezogene Merkmale wurden Alter, Geschlecht, Dauer der vertragsärztlichen Tätigkeit, Ort und Praxisart erhoben.

Nach Bereinigung des Datensatzes und Plausibilitätskontrollen werteten die Autoren die Daten mittels SPSS 18.0 für Windows aus. Zur Prüfung von Unterschieden hinsichtlich des Alters, des Geschlechts, der Dauer der vertragsärztlichen Tätigkeit, der Praxisform sowie zwischen Internisten und Allgemeinmedizinern wurde der Chi-Quadrat-Test nach Pearson herangezogen. Unterschiede von p < 0,05 wurden als signifikant bewertet, sie sind jedoch eher deskriptiv zu interpretieren. Zusätzlich wurden multivariate Analysen (ordinale Regression) durchgeführt, um den Zusammenhang zwischen den Variablen zu ermitteln.

Die Arbeit war Teil eines größeren, von der Bundes­ärzte­kammer geförderten Projekts zum Schwerpunktthema Palliativmedizin (Förderinitiative Versorgungsforschung). Mögliche Auswirkungen dieses Studienkontextes auf die Ergebnisse zur Berufszufriedenheit werden im Diskussionsteil erörtert.

Der Datenschutzbeauftragte der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) begleitete die Durchführung der Studie. Ein positives Votum der Ethikkommission der MHH liegt vor.

Ergebnisse

Die Antworten von 1 106 Hausärzten konnten ausgewertet werden, darunter waren 856 Allgemeinmediziner und 250 hausärztlich tätige Internisten (Rücklaufquote 34 %) (Grafik). Die Teilnehmer waren überwiegend männlich (69 %, n = 761), im Durchschnitt 51 Jahre alt und in der Mehrzahl seit über zehn Jahren vertragsärztlich tätig (64 %, n = 701) (Tabelle 1).

Soziodemografische Daten der Teilnehmer (Allgemeinmediziner und hausärztlich tätige Internisten; N = 1 106; fehlende Angaben ausgeschlossen)
Soziodemografische Daten der Teilnehmer (Allgemeinmediziner und hausärztlich tätige Internisten; N = 1 106; fehlende Angaben ausgeschlossen)
Tabelle 1
Soziodemografische Daten der Teilnehmer (Allgemeinmediziner und hausärztlich tätige Internisten; N = 1 106; fehlende Angaben ausgeschlossen)

Die teilnehmenden Allgemeinmediziner und hausärztlich tätigen Internisten unterschieden sich hinsichtlich folgender soziodemographischer Parameter:

  • Höherer Frauen-Anteil in der Gruppe der Allgemeinmediziner (p = 0,003)
  • höheres Durchschnittsalter hausärztlich tätiger Internisten (p < 0,001)
  • im Vergleich zu den Allgemeinmedizinern war bei den hausärztlich tätigen Internisten der Anteil derjenigen höher, die seit weniger als zehn Jahren niedergelassen waren (p < 0,001)
  • hausärztlich tätige Internisten waren im Vergleich zu Allgemeinmedizinern vermehrt in städtischen Regionen niedergelassen (p < 0,001).

Berufliche Gesamtzufriedenheit der Hausärzte

Mit ihrer beruflichen Tätigkeit insgesamt waren 64 % der teilnehmenden Hausärzte sehr zufrieden oder zufrieden. Nach Altersgruppen differenziert zeigt sich, dass die Berufszufriedenheit in der Gruppe der 29- bis 45-Jährigen am höchsten ist (73 % sehr zufrieden oder zufrieden). Bei den älteren Vertragsärzten (über 45-Jährige) ist die Berufszufriedenheit vergleichsweise etwas niedriger (Tabelle 2).

Zufriedenheit von Hausärzten (Allgemeinmediziner und hausärztlich tätige Internisten)
Zufriedenheit von Hausärzten (Allgemeinmediziner und hausärztlich tätige Internisten)
Tabelle 2
Zufriedenheit von Hausärzten (Allgemeinmediziner und hausärztlich tätige Internisten)

Bezogen auf die Dauer der vertragsärztlich Tätigen sind die „Neulinge“ etwas zufriedener mit ihrem Beruf: Nur 5 % der weniger als zehn Jahre Tätigen sind nicht oder überhaupt nicht zufrieden gegenüber 11 % der länger als zehn Jahre Tätigen. Für die übrigen demografischen, arzt- oder praxisbezogenen Merkmale wurden keine Gruppenunterschiede gefunden.

Die multivariaten Analysen bestätigten die Ergebnisse der bivariaten Analysen, boten aber nur geringe Varianzaufklärung (< 3 %, R2 nach Nagelkerke).

Zufriedenheit mit einzelnen Aspekten der beruflichen Tätigkeit

Betrachtet man unterschiedliche Aspekte der Berufszufriedenheit, so können Aspekte hoher, mittlerer und geringer Zufriedenheit unterschieden werden.

Aspekte hoher Zufriedenheit

Mit dem Patientenkontakt sind 91 % der Befragten zufrieden oder sehr zufrieden. Das Ausmaß der Zufriedenheit korreliert dabei mit der Dauer der vertragsärztlichen Tätigkeit sowie dem Alter der Ärzte (Tabelle 2).

Mit dem Arbeitsklima sind 87 % der Hausärzte zufrieden oder sehr zufrieden.

Mit den fachlichen Anforderungen ist ebenfalls ein Großteil der Befragten zufrieden oder sehr zufrieden (84 %) (Tabelle 2).

Aspekte durchschnittlicher Zufriedenheit

45 % der befragten Ärzte sind mit dem Einkommen nicht oder überhaupt nicht zufrieden. Ihnen stehen 28 % gegenüber, die mit Ihrem Verdienst sehr zufrieden/zufrieden sind. Ärzte in Einzelpraxen sind etwas unzufriedener als Kollegen, die in einer kooperativen Praxisform tätig sind. Betrachtet man die verschiedenen Altersgruppen, so zeigt sich, dass ältere Ärzte unzufriedener sind (Tabelle 2).

Beruf und Privatleben können 35 % der Teilnehmer nach eigenen Angaben gut vereinbaren, 32 % sind unzufrieden damit. Die Zufriedenheit mit der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist in der Gruppe der 29- bis 45-Jährigen am höchsten, jedoch ähnlich hoch wie in der Gruppe der 61- bis 76-Jährigen (Tabelle 2).

Die Antworten zur Zufriedenheit mit der Arbeitszeit sind breit gestreut: 38 % der Befragten zeigen sich nicht/überhaupt nicht zufrieden, 27 % teils/teils und 35 % sehr zufrieden/zufrieden. Die unterschiedlichen Altersgruppen beurteilen die Arbeitszeit unterschiedlich, am wenigsten zufrieden ist die Gruppe der 46- bis 60-Jährigen (Tabelle 2). Die Zufriedenheit der Frauen unterscheidet sich nicht von der ihrer männlichen Kollegen, sie arbeiten jedoch häufiger weniger als 40 Stunden pro Woche, während die Männer häufiger eine Arbeitszeit von mehr als 60 Stunden pro Woche angaben (p < 0,001). Die größte Gruppe der Männer und Frauen (jeweils 60 %, n = 446 und 59 %, n = 195) arbeitet zwischen 40 und 60 Stunden pro Woche.

Mit dem Angebot an Fort- und Weiterbildungen sind 58 % sehr zufrieden/zufrieden, 35  % antworten mit teils/teils. Die älteste Teilnehmergruppe, die 61- bis 76-Jährigen, ist am zufriedensten (Tabelle 2).

37 % sind mit dem Aspekt der Selbstbestimmung sehr zufrieden/zufrieden, allerdings sind auch 39 % sehr unzufrieden/unzufrieden. Auch hier bestehen alterspezifische Unterschiede: Die älteren Ärzte sind etwas unzufriedener mit der Selbstbestimmung ihrer beruflichen Tätigkeit als die jüngeren (Tabelle 2).

Aspekte beruflicher Tätigkeit mit hoher Unzufriedenheit

Am mit Abstand unzufriedensten zeigten sich die Hausärzte mit den anfallenden administrativen Aufgaben. 75 % waren in dieser Hinsicht nicht/überhaupt nicht zufrieden. Ärzte, die länger als zehn Jahre praktizieren, sind etwas unzufriedener als diejenigen, die weniger als zehn Jahre tätig sind (Tabelle 2).

Vergleich Allgemeinmediziner und hausärztlich tätige Internisten

Hinsichtlich der Zufriedenheit mit Einkommen und administrativen Aufgaben bestehen Unterschiede zwischen Allgemeinmedizinern und hausärztlich tätigen Internisten (Tabelle 3). So waren hausärztlich tätige Internisten im Vergleich zu ihren allgemeinmedizinischen Kollegen zufriedener mit ihrem Einkommen und weniger unzufrieden mit administrativen Aufgaben. In den weiteren untersuchten Teilaspekten von Arbeitszufriedenheit zeigten sich keine Unterschiede zwischen diesen beiden Arztgruppen.

Zufriedenheit von Hausärzten und hausärztlich tätigen Internisten
Zufriedenheit von Hausärzten und hausärztlich tätigen Internisten
Tabelle 3
Zufriedenheit von Hausärzten und hausärztlich tätigen Internisten

Diskussion

In der vorliegenden Studie konnten mehr als 1 100 niedergelassene Hausärzte in Niedersachsen zur Berufszufriedenheit befragt werden. 64 % der teilnehmenden Hausärzte waren insgesamt sehr zufrieden oder zufrieden. Diese recht hohe Zufriedenheit widerspricht dem Tenor einer kürzlich publizierten Studie (14), wonach nur 39 % der Hausärzte zufrieden oder sehr zufrieden mit ihrer eigenen beruflichen Situation sind.

Beide Befragungen wurden im Jahr 2009 durchgeführt, so dass die politischen Rahmenbedingungen, die die Berufszufriedenheit der Ärzte beeinflussen könnten, vergleichbar sind. Allerdings können unterschiedliche Studiendesigns mitverantwortlich für die Unterschiede sein: Während die Arbeit von Koch et al. (14) im Rahmen eines internationalen Projekts zur Qualität im Gesundheitswesen entstanden ist und die Berufszufriedenheit ein Befragungsaspekt neben der Beurteilung des Gesundheitssystems, Terminvergabe und anderer eher politisch orientierter Aspekte war, ist die vorliegende Arbeit im Rahmen einer Befragungsstudie zur Palliativmedizin entstanden. Die Fragen zur Berufszufriedenheit wurden im Schlussteil des Fragebogens gestellt, ohne vorherige Fokussierung in der Ankündigung der Befragung. Diese unterschiedliche Ausrichtung der übergeordneten Forschungsprojekte kann sowohl die Entscheidung für oder gegen die Teilnahme an der Befragung, als auch das Antwortverhalten beeinflusst haben.

Die vorliegenden Ergebnisse einer mehrheitlich bestehenden Zufriedenheit der Hausärzte mit der beruflichen Situation wird durch andere deutsche Untersuchungen unterstützt (10, 16, 17), wobei jedoch auch von regionalen Unterschieden berichtet wird (18). Die geringere Zufriedenheit von Hausärztinnen mit Teilbereichen der Berufszufriedenheit (zum Beispiel Weiterbildungsmöglichkeiten) aus einer anderen Befragung (18) konnte diese Untersuchung nicht bestätigen. Zudem waren die Effekte hinsichtlich Alter und Dauer der beruflichen Tätigkeit eher gering.

Administrative Tätigkeiten

Der Umfang administrativer Arbeitsbelastung wird in zahlreichen Studien (8, 15, 17, 18) als zu hoch und belastend bewertet. Hier sollte dringend angesetzt werden, um die ärztliche Tätigkeit attraktiver zu gestalten. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung hat auf diese – nicht neue – Kritik mit einem eigenständigen Referat für Regulierungsfragen reagiert (9, 19). Auf der anderen Seite entstehen beispielsweise durch die Einführung der ambulanten Kodierrichtlinien wiederum neue Bürokratieanforderungen, die zu einer weiteren deutlichen Zunahme administrativer Tätigkeiten führen und daher von hausärztlicher Seite (20, 21) kritisiert werden.

Fort- und Weiterbildung

Mit den Angeboten zur Fort- und Weiterbildung sind die befragten Ärzte überwiegend zufrieden. Diese Zufriedenheit widerspricht vermutlich aber nicht der häufig geäußerten Kritik an der hausärztlichen Weiterbildung (5), da die in dieser Studie befragten Niedergelassenen ihre Weiterbildung bereits abgeschlossenen haben. Die Zufriedenheit mit den Fortbildungsangeboten wird durch eine aktuelle Untersuchung aus Bremen bestätigt, allerdings können auch diese Ergebnisse nicht ohne weiteres auf die Situation im ländlich geprägten Niedersachsen übertragen werden (23).

Beruf und Privatleben

In dieser Untersuchung sind Hausärzte mit der Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben zu einem Drittel zufrieden, zu einem Drittel teils/teils und zu einem Drittel unzufrieden. In einer ähnlichen Befragung niedergelassener Ärztinnen in Niedersachsen aus dem Jahr 2002 gaben 40 % der Ärztinnen an, keine eigenen Kinder zu haben (17) – im Rahmen der Freitextangaben wurden damals Verbesserungen wie eine Verlängerung des Mutterschutzes für Niedergelassene sowie der einfachere Einsatz von Entlastungsassistenten geäußert. Diese Forderungen sind auch heute aktuell und gewinnen vor dem Hintergrund eines zunehmenden Ärztinnenanteils weiter an Bedeutung, nicht nur für die hausärztliche Versorgung.

Einkommen

Hausärztlich tätige Allgemeinmediziner sind unzufriedener mit der Bezahlung als hausärztlich tätige Internisten. Eine Erhebung des statistischen Bundesamtes zeigt, dass Allgemeinmediziner (je Praxisinhaber) einen Reinertrag von 116 000 Euro pro Jahr erzielen (20) und damit zum Befragungszeitpunkt im unteren Bereich der Facharztgruppen rangieren. Vergleichszahlen zwischen den Einkünften von hausärztlich tätigen Allgemeinmedizinern und Internisten liegen nicht vor – ob tatsächlich vorhandene Einkommensunterschiede die höhere Unzufriedenheit erklären können, ist unklar. Wie relevant der tatsächliche Zusammenhang zwischen monetären Aspekten und der Berufszufriedenheit ist, wird kontrovers beurteilt (7, 24) – insgesamt scheint der Einfluss des Einkommens auf die Berufszufriedenheit eher klein zu sein, außer die Einkünfte sind extrem gering (sogenannter „Hygienefaktor“). In diesem Sinne können monetäre Anreize helfen, Unzufriedenheit zu vermeiden, ohne wesentlich zu einer Zunahme der Berufszufriedenheit beizutragen.

Stärken und Schwächen der Untersuchung

Zu den Stärken gehören die große Stichprobe und der für diese Art von Befragungsstudien im deutschsprachigen Raum recht gute Rücklauf von 34 % in einem großen Flächenland wie Niedersachsen. Dennoch ist ein „response bias“ nicht ausgeschlossen, insbesondere vor dem Hintergrund, dass die Befragung in eine Studie zur palliativmedizinischen Versorgung eingebettet war. Diese Einbettung kann sowohl als Stärke als auch als Schwäche der Studie betrachtet werden: Einerseits lag die Primärmotivation zur Teilnahme nicht auf dem Thema Berufszufriedenheit, andererseits konnten keine weiter vertiefenden – oder auch offenen – Fragen zur Berufszufriedenheit gestellt werden. Dazu bedarf es ergänzender qualitativer Untersuchungen oder narrativer Berichte, die in der Lage sind weitere, in dieser und anderen Untersuchungen bislang nicht berücksichtigte Aspekte der Berufszufriedenheit zu beleuchten (25).

Im Vergleich zu den vorliegenden Untersuchungen umfasst die vorliegende Erhebung eine größere Stichprobe und erfasst die Zielgruppe systematischer im Vergleich zu Götz (10), da alle niedergelassenen Hausärzte einer Region befragt wurden. Dennoch ist ein Selektionsbias nicht ausgeschlossen. Eine Selektion der mit der finanziellen Situation besonders unzufriedenen durch die Bezahlung einer geringen Aufwandsentschädigung (20 Euro) erscheint unwahrscheinlich. Auch in der Studie von Koch et al. (14) wurde eine Aufwandsentschädigung gleichen Umfangs angeboten, die Befragten waren jedoch insgesamt deutlich unzufriedener. Dennoch kann man einen Bias von insgesamt oder mit einzelnen Teilbereichen ihrer Arbeit besonders unzufriedenen Ärzten nicht gänzlich ausschließen.

Regionale Faktoren wie Arztdichte oder Versorgungsstrukturen durch alternative Modelle (zum Beispiel hausarztzentrierte Versorgung) können mit der Berufszufriedenheit zusammenhängen. Zum Befragungszeitpunkt gab es jedoch noch keine entsprechenden Strukturen in Niedersachsen, die die Ergebnisse beeinflusst haben könnten.

Fazit und Ausblick

Die Berufszufriedenheit von Hausärzten ist in dieser Studie insgesamt besser als erwartet. Die differenzierte Betrachtung von Teilaspekten der Berufszufriedenheit weist jedoch deutlich auf Felder mit großem Verbesserungsbedarf hin. Hierzu gehört vor allem die Entlastung von Bürokratie. Hier dürfte ein wichtiger Ansatzpunkt für die Politik und die Selbstverwaltung liegen, um die hausärztliche Tätigkeit attraktiver zu gestalten und dem Hausärztemangel entgegen zu wirken.

Danksagung
Das Projekt wurde von der Bundes­ärzte­kammer im Rahmen der Förderinitiative Versorgungsforschung gefördert. Die Autoren danken allen Ärzten, die an der Studie teilgenommen haben.

Interessenkonflikt

Die Autoren erklären, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Manuskriptdaten
eingereicht: 24. 5. 2011, revidierte Fassung angenommen: 27. 9. 2011

Anschrift für die Verfasser
Prof. Dr. med. Nils Schneider, MPH
Institut für Epidemiologie, Sozialmedizin und Gesundheitssystemforschung
Medizinische Hochschule Hannover
Carl-Neuberg-Straße 1
30625 Hannover
schneider.nils@mh-hannover.de

Summary

Job Satisfaction Among Primary Care Physicians: Results of a Survey

Background: A shortage of primary care physicians (PCPs) seems likely in Germany in the near future and already exists in some parts of the country. Many currently practicing PCPs will soon reach retirement age, and recruiting young physicians for family practice is difficult. The attractiveness of primary care for young physicians depends on the job satisfaction of currently practicing PCPs. We studied job satisfaction among PCPs in Lower Saxony, a large federal state in Germany.

Methods: In 2009, we sent a standardized written questionnaire on overall job satisfaction and on particular aspects of medical practice to 3296 randomly chosen PCPs and internists in family practice in Lower Saxony (50% of the entire target population).

Results: 1106 physicians (34%) responded; their mean age was 52, and 69% were men. 64% said they were satisfied or very satisfied with their job overall. There were particularly high rates of satisfaction with patient contact (91%) and working atmosphere (87% satisfied or very satisfied). In contrast, there were high rates of dissatisfaction with payment (45% dissatisfied or not all all satisfied). The results were more indifferent concerning payment and work life balance. Overall younger PCPs and physicians just entering practice were more satisfied than their older colleagues who had been in practice longer.

Conclusion: PCPs are satisfied with their job overall. However, there is significant dissatisfaction with administrative tasks. Improvements in this area may contribute to make primary care more attractive to young physicians.

Zitierweise
Behmann M, Schmiemann G, Lingner H, Kühne F, Hummers-Pradier E, Schneider N: Job satisfaction among primary care physicians: results of a survey.
Dtsch Arztebl Int 2012; 109(11): 193–200. DOI: 10.3238/arztebl.2012.0193

@The English version of this article is available online:
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Medizinische Hochschule Hannover, Institut für Allgemeinmedizin: Dr. med. Lingner, Univ.-Prof. Dr. med. Hummers-Pradier
* Dipl.-Sozialwiss. Mareike Behmann und Dr. med Guido Schmiemann teilen sich die Erstautorenschaft
Rücklauf und Teilnehmerstruktur
Rücklauf und Teilnehmerstruktur
Grafik
Rücklauf und Teilnehmerstruktur
Soziodemografische Daten der Teilnehmer (Allgemeinmediziner und hausärztlich tätige Internisten; N = 1 106; fehlende Angaben ausgeschlossen)
Soziodemografische Daten der Teilnehmer (Allgemeinmediziner und hausärztlich tätige Internisten; N = 1 106; fehlende Angaben ausgeschlossen)
Tabelle 1
Soziodemografische Daten der Teilnehmer (Allgemeinmediziner und hausärztlich tätige Internisten; N = 1 106; fehlende Angaben ausgeschlossen)
Zufriedenheit von Hausärzten (Allgemeinmediziner und hausärztlich tätige Internisten)
Zufriedenheit von Hausärzten (Allgemeinmediziner und hausärztlich tätige Internisten)
Tabelle 2
Zufriedenheit von Hausärzten (Allgemeinmediziner und hausärztlich tätige Internisten)
Zufriedenheit von Hausärzten und hausärztlich tätigen Internisten
Zufriedenheit von Hausärzten und hausärztlich tätigen Internisten
Tabelle 3
Zufriedenheit von Hausärzten und hausärztlich tätigen Internisten
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Avatar #539999
klausenwächter
am Sonntag, 15. April 2012, 14:18

Inkonsistenz der Selbstoffenbarung mit der Marktlage

Die wiedergegebene überwiegende (> 70%) bis hochgradige (> 90%) Zufriedenheit müßte zu einer Bewerberflut für Hausarztpraxen führen. Die Marktlage bei der Praxisabgabe zeichnet ein anderes Bild. Das Selbstbild der Hausärzte könnte Aspekte der Unfähigkeit zu Veränderungen mit dem Nimbus der Zufriedenheit überhöhen.
Avatar #87388
Andreas Skrziepietz
am Dienstag, 20. März 2012, 18:12

grober Unfug

Rücklaufquote 34%! Diese "Studie" hätte mangels Beteiligung gar nicht veröffentlicht werden dürfen, weil die Unzufriedenen den Fragebogen gleich im Mülleimer abgelegt haben.
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