ArchivDeutsches Ärzteblatt11/2012Oliver Semler: Forschungspreis für seltene Erkrankungen

PERSONALIEN

Oliver Semler: Forschungspreis für seltene Erkrankungen

Dtsch Arztebl 2012; 109(11): A-543 / B-467 / C-463

Hibbeler, Birgit

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
Oliver Semler, Foto: Universitätsklinikum Köln
Oliver Semler, Foto: Universitätsklinikum Köln

Ein interdisziplinäres Forscherteam vom Universitätsklinikum Köln ist mit dem Eva-Luise-Köhler-Forschungspreis ausgezeichnet worden. Der Preis ist mit 50 000 Euro dotiert und wird an Wissenschaftler vergeben, die besondere Leistungen im Bereich der seltenen Erkrankungen vorzuweisen haben. Der Preis ging an das Projekt „Translationale Therapie bei Osteogenesis imperfecta“.

Projektleiter Dr. med. Oliver Semler (37) und seine Mitstreiter beschäftigen sich seit vielen Jahren mit der Glasknochenkrankheit. Nun haben sie eine neue Form der Osteogenesis imperfecta (OI) entdeckt. Die Untersuchungen zeigten, dass für die OI Typ 6 die Mutation eines bestimmten Gens (SERPINF1) verantwortlich ist. In Rahmen des Forschungsprojekts soll nun der Antikörper Denosumab zur Therapie bei Kindern und Jugendlichen angewendet werden.

Anzeige

Semler ist an der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin der Uniklinik Köln tätig. Der Assistenzarzt ist selbst von der Glasknochenkrankheit betroffen. „Wir freuen uns sehr über diese besondere Ehrung und das Preisgeld, mit dem wir unsere Forschung weiter vorantreiben können“, sagt er. Besonders wichtig ist Semler, dass es sich um eine interdisziplinäre Gruppe handelt, in der alle an einem Strang ziehen. In dem Team haben sich Pädiater, Humangenetiker und Rehabilitationsmediziner zusammengeschlossen.

Die Jury wählte das Projekt unter 34 Bewerbungen aus. In Deutschland sind etwa 5 000 Menschen an der Osteogenesis imperfecta erkrankt. Birgit Hibbeler

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema

Anzeige