ArchivDeutsches Ärzteblatt11/2012Peter Knuth †: Abschied von einem Urgestein

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Peter Knuth †: Abschied von einem Urgestein

Dtsch Arztebl 2012; 109(11): A-543 / B-467 / C-463

Korzilius, Heike

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Peter Knuth, Foto: privat
Peter Knuth, Foto: privat

Prof. Dr. med. Peter Knuth (65) ist tot. Der langjährige Hauptgeschäftsführer des Berufsverbands Deutscher Internisten (BDI) starb am 21. Februar im Kreise seiner Familie in Krefeld. Weggefährten werden vor allem die Scharfsinnigkeit und Leidenschaft in Erinnerung bleiben, mit der er über Jahre die ärztliche Berufspolitik prägte.

Knuth kam über Umwege zur Medizin. 1964 trat er zunächst in den Polizeidienst ein, wo er es bis zum Hauptkommissar brachte. Nach einer Ausbildung zum Rettungssanitäter studierte er an der Universität Düsseldorf Medizin. Es folgte eine Weiterbildung zum Facharzt für Anästhesiologie. Knuths berufspolitische Karriere begann 1986. Nach fünf Jahren im Krankenhaus ging der Anästhesist als Dezernent zur Bundes­ärzte­kammer. Sein Kernthema, das ihn auch nach dem Wechsel zum BDI im Jahr 1997 weiterbeschäftigen sollte, war die ärztliche Weiterbildung. Während er in seiner Zeit bei der Bundes­ärzte­kammer eine grundlegende Reform der Weiter­bildungs­ordnung mitgestaltete, setzte er sich beim BDI dafür ein, dass die Allgemeinmedizin und die Innere Medizin eigenständige Gebiete bleiben. Knuth schied Ende 2005 aus dem BDI aus. Der Gesundheitspolitik blieb er jedoch als freier Publizist treu.

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Knuth war niemand, der sich aufs Altenteil hätte zurückziehen können. Zupackend, direkt, herzlich und humorvoll suchte er weitere Herausforderungen, zuletzt als Student der Rechtswissenschaften an der Fernuniversität Hagen. Heike Korzilius

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