ArchivDeutsches Ärzteblatt16/1996DDR-Psychiatrie: Keine Rücksicht auf „Wendehälse“
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LNSLNS Im Gegensatz zu B. Rüthers: "Die Wendejuristen", Beck, München, 1995, und dem Kirchenhistoriker G. Besier: Band I: "Pfarrer, Christen und Katholiken", Band II: "Der SED-Staat und die Kirche" und Band III: "Der SED-Staat und die Kirche. Höhenflug und Absturz" scheuen sich die Medizinhistoriker, die politische Vergangenheit von Medizinprofessoren, Medizinalbeamten, Fachärzten und Ärzten aufzuarbeiten, obwohl dies nicht weniger nötig wäre als in Kirchen und Institutionen des Rechts (Richter, Staatsanwälte, Anwälte, Notare, Juristen in der Industrie). "Kameraderie" oder falsch verstandene Kollegialität dürfen diese weder einfache noch unumstrittene Aufarbeitung nicht ver- und behindern! Ebenso darf keine Rücksicht auf "Wendehälse", alte Seilschaften in Ost und West genommen werden, wenn Klarheit so gut und weit wie möglich geschaffen werden soll. Das sind Medizinhistoriker unseren Kollegen der ehemaligen DDR wie auch den damals betroffenen Patienten schuldig.
Prof. Dr. H.-J. Maurer, Obere Flurstraße 11, 88131 Bodolz-Enzisweiler
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