ArchivDeutsches Ärzteblatt13/2012Volkswirtschaftliche Bedenken
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In dem Artikel über die Prähospitalphase des Schlaganfalls steht der Satz:

„Betroffene Patienten sind mit höchster Priorität in eine Stroke Unit einzuweisen“. Die Tendenz, alle Schlaganfallpatienten einer Stroke Unit vorzustellen, obwohl nur höchstens 10 % für eine Lyse infrage kommen, ist volkswirtschaftlich gesehen bedenklich. Man (der einweisende Arzt) sollte schon differenzieren und die Kontraindikationen beachten (Tumorpatienten, Altersheimpatienten mit Mehrfacherkrankungen, demente Patienten, Patienten mit zweitem oder drittem Schlaganfall innerhalb eines Jahres), die effektiver und kostengünstiger in speziellen geriatrischen Abteilungen mit der Möglichkeit der Frührehabilitation durch Physiotherapeuten, Sprachtherapeuten und Ergotherapeuten behandelt werden können; allerdings dürfte dann nicht an Notärzte und Krankenwagenfahrer die Maxime ausgegeben werden, dass jeder Schlaganfallverdacht ins Zentrum gehöre.

DOI: 10.3238/arztebl.2012.0234b

Dr. med. Klaus Broicher

Krefeld, klausbroicher@gmx.de

Interessenkonflikt
Der Autor hält Aktien an Bayer, BASF, Merck und Roche.

1.
Kessler C, Khaw AV, Nabavi DG, Glahn J, Grond M, Busse O: Standardized pre-hospital management of stroke. Dtsch Arztebl Int 2011; 108(36): 585–91. VOLLTEXT
1.Kessler C, Khaw AV, Nabavi DG, Glahn J, Grond M, Busse O: Standardized pre-hospital management of stroke. Dtsch Arztebl Int 2011; 108(36): 585–91. VOLLTEXT

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