ArchivMedizin studieren2/2012Atomenergie: IPPNW-Radtour durch Japan

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Atomenergie: IPPNW-Radtour durch Japan

Deutsches Ärzteblatt Studieren.de, 2/2012: 4

Richter-Kuhlmann, Eva

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Die atomkraftkritische Ärzteorganisation IPPNW organisiert ein Jahr nach dem Unfall im japanischen Atomkraftwerk Fukushima eine Anti-Atom-Radtour durch Japan. 40 Medizinstudierende und junge Ärztinnen und Ärzte der IPPNW radeln vom 7. bis 21. August von Nagasaki bis Hiroshima. Auf dem Weg sind Treffen mit Bürgermeistern geplant, öffentliche Kundgebungen,
Plakatausstellungen und Diskussionsrunden. Die Nachwuchsmediziner wollen über die Gefahren von Radioaktivität aufklären und gleichzeitig selbst erfahren, wie die Bevölkerung ein Jahr nach Fukushima über Atomenergie denkt. Infos unter
www.ippnw-
students.org/Japan oder bike tourjapan@ gmail. com.

Fotos: dpa, Fotolia
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Anlässlich des Jahrestags des Unfalls fordert die IPPNW erneut die Abschaltung aller Atomkraftwerke. „Ein nukleares Sicherheitskonzept gibt es nicht“, betonte Dr. med. Angelika Claußen. „Hinweise auf Sicherheitsdefizite müssen ernst genommen werden.“ Dies sei in Japan nicht geschehen. Gestützt auf die offiziellen Berichte der japanischen Regierung dokumentierte die IPPNW jetzt, dass es vor einem Jahr aufgrund des Erdbebens und der Defizite im Grunddesign der Anlage zur Atomkatastrophe kam. „Der Tsunami war nicht der alles überragende Faktor, der für den katastrophalen Unfallverlauf bestimmend war“, erklärte Claußen. Kühlsysteme und Notfallmaßnahmen hätten unabhängig vom Tsunami versagt. ER

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