ArchivMedizin studieren2/2012Was macht ein . . .: MTAF?

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Was macht ein . . .: MTAF?

Deutsches Ärzteblatt Studieren.de, 2/2012: 30

Osterloh, Falk

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Ein medizinisch-technischer Assistent für Funktionsdiagnostik (MTAF) befasst sich mit dem Erkennen von Störungen des zentralen und peripheren Nervensystems, der Sinnesorgane, des Herz-Kreislauf-Systems und der Lunge. Mit elektronischen Verfahren werden dabei die Funktionen der Organe gemessen. Im neurophysiologischen Labor untersuchen sie zum Beispiel das zentrale und periphere Nervensystem, indem sie mit äußeren Reizen wie Licht und Ton die bioelektrischen Signale an der Körperoberfläche registrieren. In der Audiologie ermitteln MTAF das Hörvermögen der Patienten, sie untersuchen die Geruchs- und Geschmackssinne und beraten Träger von Hörgeräten. In der Pneumologie messen sie die Funktion der Lunge hinsichtlich ihres Fassungsvermögens, ihrer Dehnbarkeit oder ihres Gasaustausches. Und in der kardiovaskulären Funktionsdiagnostik führen sie Elektrokardiogramme durch oder messen die Strömungsverhältnisse in den Blutgefäßen.

Foto: Keystone
Foto: Keystone

MTAF führen ihre Untersuchungen auf Anordnung eines Arztes durch und assistieren bei diagnostischen Untersuchungen und therapeutischen Maßnahmen. Sie arbeiten überwiegend in Krankenhäusern, aber auch in ambulanten Praxen, in Gesundheits- und Versorgungsämtern oder bei Betriebsärzten. Die Ausbildung zum MTAF dauert drei Jahre und gliedert sich in einen theoretischen und einen praktischen Teil. Voraussetzung für die Ausbildung ist ein Realschulabschluss. Zusammen mit den medizinisch-technischen Laboratoriumsassistenten (MTLA), den medizinisch-technischen Radiologieassistenten (MTRA) und den veterinärmedizinisch-technischen Assistenten (VMTA) gehören die MTAF zur Berufsgruppe der medizinisch-technischen Assistenten (MTA). fos

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