ArchivDeutsches Ärzteblatt13/2012Sachbuch: Anleitung zum Zaubern
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„Wichtig: Keinen Trick verraten!“, heißt es gleich auf Seite eins des Buches. Es ist der Ehrenkodex der Zauberkünstler, aber kein Gesetz. Anders lässt es sich kaum erklären, dass der Arzt und Publizist Oliver Erens ein Buch veröffentlicht hat, in dem er seine Zaubertricks preisgibt. Nicht nur das: In dem Buch „Zauberei für Dummies“ werden Geheimnisse der Zauberwelt detailliert erklärt und illustriert, um dem Leser den Einstieg in die Zauberkunst zu erleichtern.

Dabei geht der Autor so vor: Zu Beginn eines jeden Zauberkunststücks steht eine kurze Einleitung. Es folgt eine Effektbeschreibung, in der die Leser erfahren, wie der Trick auf die Zuschauer wirkt – oder zumindest wirken sollte. Dann kommt der Hobbyzauberer zum Eigentlichen: Unter der Überschrift „Geheimnis“ verrät er, welches Zubehör für den Trick benötigt wird, und beschreibt Schritt für Schritt, was wie und wann zu tun ist. Passende Textvorschläge helfen Nachwuchszauberern, das Publikum in ihren Bann zu ziehen.

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Andere Menschen mit seinem Hobby zu begeistern, gelang Erens schon mit zwölf Jahren. Damals trat er vor Publikum auf und schrieb später in Fachmagazinen über die Tricks mit Spielkarten. Doch bei aller Magie, Erens kann auch seriös sein. Unter anderem ist er Pressesprecher der Lan­des­ärz­te­kam­mer Baden-Württemberg und Chefredakteur des regionalen Ärzteblattes.

Die Geldscheinnummer, der 20-Karten-Trick oder das Kunststück mit dem verschwundenen Mittelfinger: Theoretisch ließe sich jetzt aus dem Buch zitieren, um Zaubertricks wiederzugeben. Doch wäre das nicht ein Verstoß gegen den Ehrenkodex? Andreas Graumann

Oliver Erens: Zauberei für Dummies. Wiley VCH Weinheim 2011, 362 Seiten, kartoniert, 19,95 Euro

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