ArchivDeutsches Ärzteblatt13/2012MRSA-Vereinbarung: Abrechnungslösung zum 1. April

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MRSA-Vereinbarung: Abrechnungslösung zum 1. April

Rieser, Sabine

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Ob ein Patient mit MRSA besiedelt ist, soll künftig schon ambulant ermittelt werden. Foto: picture alliance
Ob ein Patient mit MRSA besiedelt ist, soll künftig schon ambulant ermittelt werden. Foto: picture alliance

Die Versorgung von Patienten, die Träger eines methicillinresistenten Staphylococcus aureus (MRSA) sind oder bereits eine Infektion damit erlitten haben, soll verbessert werden. Dieser Beschluss der Bundesregierung hat unter anderem dazu geführt, dass es mit Wirkung zum 1. April eine neue Vereinbarung zur Diagnostik, Behandlung und Vergütung für vertragsärztliche Praxen mit MRSA-Patienten gibt, wie die Kassenärztliche Bundesvereinigung mitteilt.

Teil der neuen Vereinbarung ist eine Überprüfung auf MRSA-Trägerschaft bei bestimmten Risikopatienten. Grundlage hierfür sind Kriterien des Robert-Koch-Instituts. Patienten, die im Rahmen der neuen Vereinbarung ambulant versorgt werden sollen, müssen in den letzten sechs Monaten stationär behandelt worden sein und weitere Voraussetzungen erfüllen. Dazu zählen ein positiver MRSA-Nachweis in der Anamnese und/oder mindestens zwei der folgenden Kriterien: a) Pflegebedürftigkeit, b) Antibiotikatherapie in den zurückliegenden sechs Monaten, c) liegender Katheter, d) Dialysepflicht, e) Hautulkus, Gangrän, chronische Wunden, tiefe Weichteilinfektionen.

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Zur Abrechnung wurden eigene Gebührenordnungspositionen geschaffen, die nicht in den Einheitlichen Bewertungsmaßstab integriert sind. Die Finanzierung erfolgt außerhalb der morbiditätsorientierten Gesamtvergütung zu festen Preisen ohne Mengenbegrenzung. Die Leistungen dürfen nur erbracht werden, wenn die zuständige Kassenärztliche Vereinigung dies zuvor genehmigt hat. Weitere Informationen unter www.mrsa-ebm.de. Rie

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