ArchivDeutsches Ärzteblatt13/2012VDE-Innovationsreport: Potenziale personalisierter Medizintechnik

TECHNIK

VDE-Innovationsreport: Potenziale personalisierter Medizintechnik

EB

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
Studie: Was leisten Biomarker, Bioimplantate und computergestützte Patientenmodelle künftig für eine individualisierte Versorgung?
Studie: Was leisten Biomarker, Bioimplantate und computergestützte Patientenmodelle künftig für eine individualisierte Versorgung?

Patienten mit derselben Diagnose reagieren oft unterschiedlich auf den gleichen Therapieansatz. Wie Biomarker, Bioimplantate, computergestützte Patientenmodelle und Theranostik im Operationssaal künftig dabei helfen können, für jeden Betroffenen die optimale Behandlungsmethode zu finden, ist Thema des VDE-Innovationsreports „Personalisierte Medizintechnik“. Um Biomarker zeitnah prädiktiv und prognostisch nutzen zu können, müssen Patientenproben schnell und einfach analysiert werden, so ein Ergebnis des Reports. Hierfür seien neuartige „Point-of-Care-Testing“-Verfahren von Bedeutung, die statt in Zentrallaboren in räumlicher Nähe zum Patienten durchgeführt werden können.

Bei biologischen Implantaten kommen die Autoren zu dem Schluss, dass in Zukunft auch Organe und komplexe Gewebe in Laboren hergestellt werden müssen, um einen stetig wachsenden Bedarf zu decken. Hierfür ist die Entwicklung einer kapillaren Netzwerkstruktur essenziell, für die der Innovationsreport drei Ansätze aufzeigt.

Anzeige

Auch computergestützte Patientenmodelle können den Autoren zufolge demnächst dabei helfen, Krankheitsverläufe vorauszusagen und Therapieauswirkungen zu prognostizieren. Wichtig sei hier, dass die Modelle genauer werden und künftig nicht nur gesunde Patienten, sondern auch eine große Bandbreite von Erkrankungen abbilden. Die technologiegestützte Verschmelzung von Therapie und Diagnostik (Theranostik) biete die Chance, chirurgische Eingriffe bald stärker an individuelle anatomische Gegebenheiten anzupassen. Allerdings müssen die OP-Technik hierfür besser vernetzt und Daten so aufbereitet werden, dass sie von den Chirurgen kognitiv leichter und schneller verarbeitet werden können.

Der Innovationsreport „Personalisierte Medizintechnik“ ist abrufbar unter www.vde.com/dgbmt. EB

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Der klinische Schnappschuss

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema

Stellenangebote