ArchivDeutsches Ärzteblatt13/2012Anerkennungsgesetz: Ausländische Ärzte können Approbation erhalten

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Anerkennungsgesetz: Ausländische Ärzte können Approbation erhalten

Dtsch Arztebl 2012; 109(13): A-619 / B-539 / C-535

Osterloh, Falk

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Ab dem 1. April können Bürger ihre im Ausland erworbene Ausbildung auf Gleichwertigkeit mit deutschen Abschlüssen prüfen lassen. Ziel des „Gesetzes zur Verbesserung der Feststellung und Anerkennung im Ausland erworbener Berufsqualifikationen“ ist es, Fachkräfte mit Auslandsqualifikationen besser einzubinden und die Integration von im Land lebenden Migranten in den deutschen Arbeitsmarkt zu fördern.

Für das Gesundheitswesen bedeutet dies, dass die Erteilung einer Approbation nicht mehr an die Staatsangehörigkeit des Arztes gebunden ist. Für nicht automatisch anerkannte Diplome aus Staaten der Europäischen Union (EU) gilt: Ärzte aus der EU können eine Approbation erhalten, wenn sie eine gleichwertige Ausbildung absolviert haben. Keine gleichwertige Ausbildung liegt zum Beispiel vor, wenn die Ausbildung mindestens ein Jahr kürzer ist als eine deutsche Ausbildung oder wenn sie Fächer enthält, die sich wesentlich von der deutschen Ausbildung unterscheiden. Liegen solche Unterschiede vor, können diese Ärzte jedoch eine Eignungsprüfung absolvieren, die sich auf die wesentlichen Unterschiede beziehen. Ärzte aus Ländern außerhalb der EU müssen bei einer nicht gleichwertigen Ausbildung eine Prüfung ablegen, die sich auf den Inhalt der staatlichen Abschlussprüfung bezieht. Eine solche Prüfung müssen zudem all diejenigen Ärzte absolvieren, die erforderliche Unterlagen nicht vorlegen können. fos

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