ArchivDeutsches Ärzteblatt13/2012Behandlungsfehler: Chirurgen für Härtefallfonds

AKTUELL

Behandlungsfehler: Chirurgen für Härtefallfonds

Dtsch Arztebl 2012; 109(13): A-620 / B-540 / C-536

Krüger-Brand, Heike E.

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
Bei Behandlungsfehlern sollen Patienten Geld aus dem Fonds bekommen, wenn sie erheblich geschädigt wurden. Foto: picture alliance
Bei Behandlungsfehlern sollen Patienten Geld aus dem Fonds bekommen, wenn sie erheblich geschädigt wurden. Foto: picture alliance

Die Deutsche Gesellschaft für Chirurgie (DGCH) hat sich dafür ausgesprochen, bei Behandlungsfehlervorwürfen die Vermittlung zwischen den Parteien durch Mediatoren stärker in Betracht zu ziehen. Die DGCH unterstützt und fördert deshalb das „Pilotprojekt Mediation im Medizinrecht“. Träger der Initiative ist das Centrum für Verhandlungen und Mediation an der Juristischen Fakultät der Ludwigs-Maximilians-Universität München. Die Forscher unterziehen Arzthaftungsfälle einer Mediation. Geschädigte und Ärzte kommen dafür jeweils mit ihrem Anwalt und zwei Mediatoren zusammen, um gemeinsam verbindliche Lösungen zu erarbeiten. Ziel des Projekts ist es zu klären, ob und für welche Fälle eine Mediation sinnvoll ist.

Außerdem befürwortet die DGCH auch einen vom Verschuldensnachweis unabhängigen Härtefallfonds für Geschädigte und plädiert für dessen Aufnahme in das Patientenrechtegesetz. „Über diesen Fonds sollen Patienten finanziell unterstützt werden, die in einem zugelassenen Krankenhaus ohne Nachweis des Verschuldens erheblich geschädigt wurden oder deren Durchsetzung des Schadensersatzanspruches zu lange dauern würde“, erklärte Prof. Dr. med. Hartwig Bauer, Generalsekretär der DGCH. Als Beispiele nannte er den Ausgleich von Einkommensausfällen und von Sonderausgaben, etwa für die Einstellung einer Pflegekraft oder einer Haushaltshilfe. KBr

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Deutsches Ärzteblatt plus
zum Thema

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema