ArchivDeutsches Ärzteblatt13/2012Burn-out: Diskussion versachlichen

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Burn-out: Diskussion versachlichen

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Vor einem unkritischen Gebrauch des Begriffs „Burn-out“ für alle psychische Störungen, die im Zusammenhang mit einer Arbeitsbelastung stehen, hat die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde gewarnt: „Burn-out ist laut der Internationalen Klassifikation von Erkrankungen (ICD-10) keine medizinische Diagnose. Auch in Zukunft wird Burn-out bei der anstehenden Revision zur ICD-11 absehbar keine Krankheitsdiagnose sein.“ Burn-out komme lediglich im Anhang der ICD-10 vor – unter „Faktoren, die den Gesundheitszustand beeinflussen und zur Inanspruchnahme des Gesundheitswesens führen“. Dennoch sei der Begriff „Burn-out“ für Diagnostik und Therapie bedeutsam: Das Erleben von Burn-out könne ein Risikozustand sein, der zu Erkrankungen wie Depression, Alkoholmissbrauch, Angststörungen, chronisches Schmerzsyndrom, Tinnitus, Bluthochdruck oder chronische Infektionskrankheiten führe. Andererseits sei ein Burn-out mitunter auch das Frühsymptom oder die Folge von Krankheiten wie Psychosen, multiple Sklerose oder Tumorerkrankungen. Nur eine gründliche medizinische Untersuchung könne eine zugrunde liegende Krankheit erfassen. WZ

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