ArchivDeutsches Ärzteblatt16/1996Drogenpolitik: Konsequent reduzieren
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LNSLNS Die "schwierige Suche nach dem gemeinsamen Weg" . . . besteht wohl in den grundlegend verschiedenen Anschauungen im Umgang mit der Drogensucht. Ich frage mich, ob es wirklich so erstrebenswert ist, wie Herr Struik meint, sich so weit auf die permissive niederländische Drogenpolitik einzulassen, daß kein Unterschied mehr zum deutschen Standpunkt feststellbar ist. Es ist doch schizophren, wenn man sich zum Beispiel allen Ernstes überlegt, wie man "Neueinsteiger in die Drogenszene erreichen könne", bevor man nicht die Flut der Drogen durch konsequentes Reduzieren der Menge eindämmt und damit den Zugang zu diesen erschwert. Darauf haben sich unsere Anstrengungen zuallererst zu richten. Das Kind muß nicht erst in den Brunnen fallen, bevor man hilft. Es drängt sich der Gedanke auf, daß versucht werden soll, über den Weg der "Annäherung in der Drogenpolitik" die Legalisierung und Liberalisierung der illegalen Drogen in Deutschland ein Stück weiter voranzutreiben.
Gerhard Nagel, Gebbertstraße 8, 91052 Erlangen
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