ArchivDeutsches Ärzteblatt14/2012Krankenhaus: Lieber die ambulante Versorgung retten
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Herr Flintrop schreibt: „Es wäre nur fair, einen Teil dieses Geldes für eine anteilige Finanzierung der Tarifsteigerungen in den Krankenhäusern zu verwenden – als ‚Beitrag der Krankenkassen zur Sanierung der Krankenhäuser‘, wenn man so will.“

Offensichtlich hat der Autor nicht beachtet, dass der Bereich Krankenhaus bereits jetzt den mit Abstand größten Teil der Gesundheitsausgaben verschlingt. Weiterhin hat er nicht beachtet, dass die Krankenhäuser darüber hinaus noch mit hohen Millionenbeträgen aus öffentlichen Mitteln gefördert werden.

Schließlich hat Herr Flintrop nicht bedacht, dass diese Krankenhäuser, die sich jetzt lauthals über Geld- und Ärztemangel beklagen, immer noch genügend finanzielle Mittel besitzen, um . . . trotz angeblich fehlender Ärzte mit Hilfe von MVZ und Ambulanzen in direkte Konkurrenz zu den niedergelassenen Kollegen treten und sich hier auch noch die Rosinen herauspicken.

Folglich haben die Krankenhäuser immer noch zu viel Geld übrig.

Folgerichtig müsste der Kommentar lauten: „Es wäre nur fair, einen Teil dieses Geldes für einen anteiligen Ausgleich der durch Budgetierung den niedergelassenen Ärzten jährlich vorenthaltenen mindestens zehn Milliarden Euro zu verwenden – als ,Beitrag der Krankenkassen zur Rettung der ambulanten Versorgung‘, wenn man so will.“

Dr. med. Ingo Niemetz, 34117 Kassel

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