ArchivDeutsches Ärzteblatt14/2012Christiane Fischer: „Basisgesundheit – das ist es“

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Christiane Fischer: „Basisgesundheit – das ist es“

Dtsch Arztebl 2012; 109(14): A-717 / B-623 / C-617

Richter-Kuhlmann, Eva

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Christiane Fischer, Foto: privat
Christiane Fischer, Foto: privat

„Medizin muss den Menschen helfen – und zwar direkt“, sagt Dr. med. Christiane Fischer. Und in der Tat hat die Ärztin und Master of Public Health diesen Satz zu ihrer Lebensdevise gemacht: Sie engagiert sich besonders für arme Menschen, und dies immer mit Blick auf die ethischen Aspekte der Medizin.

Im März hat nun die Bundestagsfraktion Die Linke die Ärztin, die neben Medizin auch Theologie mit dem Schwerpunkt Ethik studierte, als Mitglied im Deutschen Ethikrat nominiert. „Ich möchte das Themenspektrum des Gremiums gern um die ,internationale Gesundheit‘ erweitern“, sagt sie. Aber auch in die Debatte über andere Themen möchte sie sich einbringen.

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Fischers Leidenschaft gilt jedoch der Basisgesundheit und der Entwicklungspolitik. Bereits als Studentin famulierte sie dort im Gudalur-Adivasi-Hospital in Südindien. „Das hat mein Leben verändert“, erzählt sie. Sie gründete das Adivasi-Tee-Projekt. „Diese entwicklungspolitische Initiative engagiert sich seit 1994 für die Adivasi, die Ureinwohner(innen) dieser indischen Region“, erklärt sie. Später promovierte sie am Tropeninstitut Heidelberg über die Dorfgesundheitsarbeiterinnen in der Organisation ACCORD/AMS und lebte ein halbes Jahr in Gudalur im südindischen Bundesstaat Tamil Nadu.

Seit 1998 ist Fischer Geschäftsführerin der BUKO-Pharma-Kampagne. Ihre Schwerpunkte sind HIV/Aids und der Zugang zu unentbehrlichen Medikamenten. Mehrfach gelang es ihr, Patente auf diese Medikamente gemeinsamen mit internationalen Partnern zu verhindern. Eva Richter-Kuhlmann

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