ArchivDeutsches Ärzteblatt14/2012Giessen und Marburg: Klinikdirektoren kritisieren Rhön

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Giessen und Marburg: Klinikdirektoren kritisieren Rhön

Dtsch Arztebl 2012; 109(14): A-681 / B-593 / C-589

Osterloh, Falk

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Breite Kritik am Konzern Rhön: Viele Mitarbeiter finden die Privatisierung des Uniklinikums Gießen-Marburg falsch. Foto: dapd
Breite Kritik am Konzern Rhön: Viele Mitarbeiter finden die Privatisierung des Uniklinikums Gießen-Marburg falsch. Foto: dapd

Mit Kritik am Betreiber des Universitätsklinikums Gießen und Marburg (UKGM), der Rhön-Klinikum AG, haben sich die Klinikdirektoren der beiden Standorte in die Diskussion um einen möglichen Abbau ärztlicher Stellen eingeschaltet.

„Es stellt sich die Frage, ob das Projekt der Privatisierung einer Universitätsklinik durch ein börsennotiertes Unternehmen nach guten Anfangserfolgen nunmehr als gescheitert anzusehen ist“, heißt es in ihren „22 Thesen zur Krise des UKGM“, „oder ob eine Veränderung des Geschäftsmodells der Rhön-Klinikum AG, zum Beispiel im Sinne eines Ansatzes erreichbarer Renditevorgaben, das gesamte Projekt doch noch auf den Erfolgsweg zurückbringen kann“.

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Die seit Jahresbeginn andauernde Krise des UKGM zeige sich als ein offener Interessenkonflikt zwischen den Renditeerwartungen der Rhön-Klinikum AG und dem Bestreben der dort tätigen Mediziner und Pflegenden zu einer qualitätsorientierten Hochleistungsmedizin.

Die Entwicklung am UKGM werde von den Klinikdirektoren beider Standorte mit großer Sorge gesehen, weil schon jetzt eine zunehmende Verunsicherung bei den Patienten erkennbar sei. Auch potenzielle Bewerber aus den Reihen der umworbenen jungen Ärztinnen und Ärzte wendeten sich vom UKGM ab. Abschließend heißt es: „Da ein Scheitern des Projektes im Raum steht, sollte eine Alternative, zum Beispiel die Rückführung der Privatisierung, sehr rechtzeitig geprüft werden, bevor durch Rufschädigung und Weggang von Kompetenzträgern ein schwer wiedergutzumachender Schaden entstanden ist.“ fos

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