ArchivDeutsches Ärzteblatt15/2012Studierendenzahlen langfristig hoch

BERUF

Studierendenzahlen langfristig hoch

Dtsch Arztebl 2012; 109(15): [59]

EB

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Die Universitäten in Deutschland werden in den nächsten Jahren dauerhaft mehr Studierende betreuen müssen als in den vergangenen Jahren. Das berichtet das Centrum für Hochschulentwicklung in Gütersloh (CHE). In den Jahren 2007 bis 2011 stieg die Zahl der Erstsemester in Deutschland um über 40 Prozent, 182 000 zusätzliche Studierende strömten in die Universitäten. Der sogenannte Hochschulpakt I schuf bis 2010 aber nur 91 000 zusätzliche Studienplätze. Auch für den Hochschulpakt II sind dem CHE zufolge zu geringe Mittel angesetzt. Neue Berechnungen des Centrums gehen von mehr als 500 000 zusätzlichen Studienberechtigten bis zum Jahr 2015 aus. Damit entstehe eine Lücke von 200 000 Studienplätzen, die nicht eingeplant und finanziert seien. Die Berechnungen zeigen zudem, dass sich bis mindestens zum Jahr 2045 die höhere Bildungsbeteiligung stärker auswirken wird als der demografische Wandel: Es wird zwar weniger junge Menschen geben, aber mehr Studierwillige.

„Der Ansturm auf die deutschen Hochschulen ist ungebrochen. Der vermeintliche ‚Studentenberg‘ ist kein Berg, sondern ein ausgedehntes Hochplateau“, sagte CHE-Geschäftsführer Dr. Jörg Dräger. Nötig sei jetzt, die Finanzierung der Studienplätze für eine Million zusätzliche Studienanfänger dauerhaft zu sichern. EB

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