ArchivDeutsches Ärzteblatt15/2012London: Alles, was das Leben bietet

KULTUR

London: Alles, was das Leben bietet

Dtsch Arztebl 2012; 109(15): A-772

Berg, Detlef

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Wiederbelebt: Vom ehemaligen Slum ist in den Docklands nichts mehr zu erkennen (oben). Foto: picture alliance
Wiederbelebt: Vom ehemaligen Slum ist in den Docklands nichts mehr zu erkennen (oben). Foto: picture alliance

Es ist das Jahr der Ereignisse in der britischen Hauptstadt: das 60-jährige Thronjubiläum der Queen, der 200. Geburtstag von Charles Dickens – und die Olympiade.

Wenn jemand von London genug hat, dann hat er vom Leben genug. Denn London hat alles, was das Leben bietet.“ So lobte der Schriftsteller Samuel Johnson anno 1777 seine Heimatstadt. In der Tat – kein Adjektiv reicht, um London nur mit einem Wort zu beschreiben. Viel zu vielschichtig ist diese Metropole. Tradition existiert neben aufregender Moderne.

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Bereits zum dritten Mal ist London in diesem Jahr Gastgeber der Olympischen Spiele. Dafür wurde im East End ein ganzer Stadtteil verändert. Einst bestimmten alte Fabriken, verfallene Docks und schmuddelige Slums das Bild. Dann entdeckten Künstler und später auch Bankiers die Gegend. Moderne Lofts entstanden. Einige der besten Galerien, wie White Cube oder die Whitechapel Gallery, siedelten sich an, dazu kamen lässige Restaurants, wie das St. John und das St. John Bread and Wine von Fergus Henderson, oder das trendige Restaurant des Hotels The Boundary. Und in Stratford, im Osten des East End, entstanden das Olympische Dorf und der Olympiapark mit dem Stadion für 80 000 Zuschauer. Mit dem Hubble Bubble, so nennen die Londoner die gigantische Orbitkonstruktion von Anish Kapoor, wächst zudem das neue Wahrzeichen der an Wahrzeichen nicht armen Stadt heran. 118 Meter hoch wird die rote Stahlkonstruktion in den Himmel ragen. Sie sieht aus wie ein verknoteter Eiffelturm und wird eine Aussichtsplattform und ein Restaurant beherbergen.

Unermüdlich: Zum Jubiläum lässt sich die Queen vom Volk feiern.Foto: dapd
Unermüdlich: Zum Jubiläum lässt sich die Queen vom Volk feiern.
Foto: dapd

„In den Disziplinen Stil, Trend, Kunst und Lifestyle hat London längst den Olymp erreicht“, meint Stadtführer Kevin Caruth und empfiehlt den Besuch einer der zahlreichen Ausstellungen. „Sie haben die Wahl zwischen Werkretrospektiven von Lucian Freud in der National Portrait Gallery, David Hockney in der Royal Academy of Arts, Yoko Ono in der Serpentine Gallery und Damien Hirst in der Tate Modern.“ Nicht zu vergessen: das British Museum zeigt die Shakespeare-Ausstellung „Staging the World“. Passend dazu veranstaltet die Royal Shakespeare Company ihr „World Shakespeare Festival“, und das Globe Theatre zeigt alle Stücke des Barden in 37 Sprachen.

Romane wie „Oliver Twist“ begründeten den Ruhm von Charles Dickens, dessen 200. Geburtstag mit der Ausstellung „Dickens & London“ gewürdigt wird. Sie ist noch bis zum 10. Juni im Museum of London zu sehen. Außerdem lohnt eine Visite des in einer Wohnung des Dichters eingerichteten Museums in der Doughty Street.

Auch die Queen feiert 2012. Zum 60-jährigen Thronjubiläum sind zahlreiche Veranstaltungen geplant. Im Juni stehen Konzerte, ein Feuerwerk sowie eine Schiffsprozession auf dem Programm. Auch die Historic Royal Palaces warten im Jubiläumsjahr mit zahlreichen Neuerungen auf. So präsentiert sich der Kensington Palace nach zweijähriger Renovierung gastfreundlicher und schlägt mit einer Ausstellung „A View from the Crowd“ den Bogen zu seiner berühmtesten Bewohnerin: Königin Victoria. Die Schau wird am 24. Mai eröffnet und zeigt bis zum 31. Oktober die Geschichte der Feierlichkeiten zu deren diamantenem Thronjubiläum im Jahr 1897. Seit dem 26. März ist die neue Dauerausstellung „Victoria Revealed“ zu sehen, die Details aus dem Leben der Königin zeigt, die bis zu ihrer Thronbesteigung im Alter von 18 Jahren völlig isoliert in Kensington Palace aufwuchs.

Detlef Berg

@Informationen:
www.visitbritain.de,
www.visitlondon.com

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