ArchivDeutsches Ärzteblatt16/1996Schwerhörigkeit: Für Tinnitusbetroffene enttäuschend
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LNSLNS Sie berichteten über die Neufassung des "Königsteiner Merkblattes" zur betrieblichen Schwerhörigkeit. Für uns Tinnitusbetroffene ist sie sehr enttäuschend ausgefallen: Bei einer Höchstgrenze von zehn Prozent MdE sind praktisch alle Fälle eines schwerwiegenden "nicht kompensierten komplexen Tinnitus" von der Begutachtung ausgegrenzt. Anders die "Anhaltspunkte": Hier haben wir schon seit 1988 eine Regelung, die – zumindest theoretisch – bis zu 100 GdB geht, je nach der Schwere der psychischen Beeinträchtigung, und damit den zum Berufsverlust führenden schweren Tinnitusbeeinträchtigungen (Depressionen etc.) zumindest in etwa gerecht wird. Die Neuregelung empfinden wir als eine Diskriminierung vor allem derjenigen Tinnitusbetroffenen, deren Tinnitus nebst Auswirkungen die Voraussetzungen einer Schwerbehinderung erfüllen würde.
Hans Knör, Deutsche Tinnitus-Liga e.V., Am Lohsiepen 18, 42353 Wuppertal

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