ArchivDeutsches Ärzteblatt16/2012Gesundheit und Lebensführung in nordostdeutschen Landgemeinden

MEDIZIN: Originalarbeit

Gesundheit und Lebensführung in nordostdeutschen Landgemeinden

Ergebnisse der Landgesundheitsstudie 1973, 1994 und 2008

Health and Lifestyle in Rural Northeast Germany: the Findings of a Rural Health Study from 1973, 1994, and 2008

Dtsch Arztebl Int 2012; 109(16): 285-92; DOI: 10.3238/arztebl.2012.0285

Elkeles, Thomas; Beck, David; Röding, Dominik; Fischer, Stefan; Forkel, Jens A.

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Hintergrund: Bisher fehlen Daten zur Veränderung von Gesundheitsverhalten, Erkrankungshäufigkeit und Lebenszufriedenheit über lange Zeiträume im ländlichen Raum. Sie sind jedoch für eine angemessene Gestaltung der medizinischen Versorgung entscheidend.

Methoden: 1973 und 1994 wurden Vollerhebungen der erwachsenen Einwohner 14 ausgewählter ländlicher Gemeinden Norddeutschlands (Gebiet der ehemaligen DDR) zu Gesundheit und Lebensweise durchgeführt. Die Bewohner der gleichen Orte wurden 2008 erneut befragt und diese Daten wurden mit den früheren Erhebungen verglichen.

Ergebnisse: In den Erhebungszeiträumen 1973, 1994 und 2008 entwickelte sich die Zahl der Befragten und die korrespondierende Ausschöpfungsquote von 3 603 (83 %) über 2 155 (68 %) auf 1 246 Personen (37 %) der amtlich gemeldeten Bevölkerung. 1973 berichteten 3,2 %/2,7 % der Frauen/Männer einen Diabetes mellitus, 21,7 %/11,4 % Bluthochdruck und 16,7 %/12,8 % chronische Herzkrankheiten. 2008 hatten diese Anteile deutlich zugenommen: Diabetes mellitus 12,4 %/12,8 %, Bluthochdruck 34,7 %/33,9 % und chronische Herzkrankheiten 12,3 %/15,0 %. Männer berichteten seltener einen guten oder sehr guten Gesundheitszustand (Rückgang von 51,1 % auf 45,0 %), während Frauen häufiger einen guten Gesundheitszustand angaben (Anstieg von 36,7 % auf 49,3 %). Dies war assoziiert mit einer überwiegend gesünderen Lebensweise der Frauen.

Schlussfolgerung: Insgesamt zeigen sich im Zeitverlauf sowohl Verbesserungen, vor allem in der Lebensführung, als auch Verschlechterungen, etwa in der Lebenszufriedenheit. Während letztere Ausdruck einer zunehmenden Marginalisierung des ländlichen ostdeutschen Raumes sein könnten, interpretieren die Autoren die Verbesserungen als Modernisierungsfolge.

LNSLNS

Wie wirkt sich der Wandel der Lebensbedingungen in einer ländlich-peripheren Region auf die Gesundheit und die Lebensführung der Bevölkerung aus? Mit dieser Fragestellung beschäftigt sich die vorliegende Arbeit. Die Besonderheit dieser Untersuchung liegt darin, dass mit dem 2008 realisierten Survey an Befragungen angeknüpft werden konnte, die von Vorgängern bereits in den Jahren 1973 und 1994 in den gleichen Orten durchgeführt wurden (1, 2). Mit der Landgesundheitsstudie (LGS) wird die Entwicklung der Gesundheit, des Gesundheitshandelns, des Krankheitsgeschehens und der Lebensbedingungen untersucht. Die Ergebnisse werden nach Möglichkeit mit für Deutschland repräsentativen Daten verglichen und bewertet.

Methodik

Die Auswertungen der Befragungen von 1973, 1994 und 2008 wurden in der aktuellen Untersuchung nun durch regionalstatistische Analysen ergänzt und durch qualitative Interviews vertieft.

Die Untersuchungen beziehen sich auf die erwachsene Bevölkerung von 14 ländlich-peripheren Gemeinden Nordostdeutschlands. Die Gemeindestichprobe wurde 1973 in einem Zufallsauswahlverfahren aus der Grundgesamtheit der ländlichen Gemeinden des damaligen Bezirks Neubrandenburg gezogen. Die erwachsene Bevölkerung dieser Gemeinden wurde 1973, 1994 und 2004 (Pretest) und 2008 (Haupterhebung) per Vollerhebung mittels standardisierter Fragebögen (paper/pencil) befragt. Bereinigt um qualitätsneutrale Ausfälle lag die Ausschöpfungsquote 2004/08 mit N = 1 246 bei rund 37 %. In der ersten Welle (1973) wurde mit N = 3 603 eine Ausschöpfung von rund 83 % erreicht, in der zweiten Welle (1994) lag sie mit N = 2 155 bei rund 68 %.

Anhand des Vergleichs mit amtlichen Meldedaten auf Bezirks- beziehungsweise Landesebene konnte gezeigt werden, dass die in den Erhebungen von 1973, 1994 und 2004/08 festgestellten Unterschiede in der Alters- und Geschlechtsverteilung (Tabelle 1) gut durch die Geburtenentwicklung und Wanderungsbewegungen in dieser Zeit erklärt werden können. Das spricht für die Angemessenheit eines Wellenvergleichs (3). Die Befragungsdaten 2004/08 wurden anhand der für diese Jahre vorliegenden amtlichen Meldedaten für die Wohnbevölkerung der Gemeindestichprobe gewichtet. Anderweitige Parameter wurden in zusätzlichen Repräsentativitätsprüfungen kontrolliert (nähere Informationen siehe eMethodenteil und unter [4, 5]).

Verteilung von Geschlecht, Alter und Schulbildung in der Landgesundheitsstudie 1973, 1994 und 2004/08
Verteilung von Geschlecht, Alter und Schulbildung in der Landgesundheitsstudie 1973, 1994 und 2004/08
Tabelle 1
Verteilung von Geschlecht, Alter und Schulbildung in der Landgesundheitsstudie 1973, 1994 und 2004/08

Zur Auswertung der Daten wurden Methoden der deskriptiven Statistik sowie binäre logistische Regressionen eingesetzt. Sofern altersadjustierte Prävalenzen berichtet werden, wurden diese gegenüber der Altersverteilung adjustiert, wie sie in der (gewichteten) Stichprobe der Erhebungswelle 2004/08 bestand. Hier präsentierte Vergleiche über die Zeit basieren auf Querschnittsvergleichen (nähere Informationen hierzu sowie zu Panelisierungsmöglichkeiten auf Individualdatenbasis siehe eMethodenteil) und unter [5]).

Die quantitativen Analysen wurden durch biografische Interviews mit ausgewählten Bewohnern der Region und Experteninterviews, vor allem mit Bürgermeistern, vertieft. Hier wurden computergestützte qualitative Datenanalysen mittels MAXQDA 2007 sowie im Wesentlichen an der dokumentarischen Methode orientierte Analysen angewandt (6, 7).

Regionalstatistische, kulturhistorische und eigene Feldbeobachtungsdaten wurden in standardisierten Ortsmonografien zusammengefasst und teils gesondert in Sekundäranalysen zur allgemeinen Charakterisierung der Untersuchungsregion im interregionalen Vergleich, teils auch in Zusammenhang mit den Surveydaten ausgewertet (8). Für andere interregionale Vergleiche wurden bundesweit verfügbare repräsentative Daten beziehungsweise Ergebnisse aus dem Sozioökonomischen Panel (SOEP), dem Mikrozensus (Statistisches Bundesamt) und den Bundesgesundheitssurveys herangezogen.

Ergebnisse

Die erste Welle der Landgesundheitsstudie 1973 fiel in eine Phase der Modernisierung beziehungsweise Angleichung von Stadt und Land (1). So hatten sich die Arbeits- und Lebensbedingungen in der Landwirtschaft verbessert und die Zahl der höheren Schul- und Berufsabschlüsse war angestiegen, insbesondere bei den Frauen. Demgegenüber zeigten sich häufig weiterhin traditionelle gesundheitsbezogene Gewohnheiten wie zum Beispiel eine kalorienreiche Ernährung (1).

In der zweiten Welle 1994 wurde einerseits eine Fortsetzung des Modernisierungsprozesses in der ländlichen Gesellschaft beschrieben (2). Der Anteil der Bevölkerung mit einer Schulbildung über mehr als 8 Jahre stieg von 18 auf 48 % an. Andererseits zeigten sich die Folgen des Zusammenbruchs der DDR, die sogenannte Transformation. Dies äußerte sich vor allem in einem starken Rückgang der Erwerbstätigkeit, so 1990–93 in der Landwirtschaft um 75 % (2).

Für die dritte Welle 2008 war eine regionale Peripherisierung hinsichtlich der Lebensbedingungen charakteristisch. Darunter versteht man

  • die sozialstrukturelle Abkoppelung eines Teils der Bevölkerung
  • die geringe Wertschöpfung, die Ausdehnung des Niedriglohnsektors und prekärer Beschäftigungen
  • den Rückzug der Infrastruktur und die Verringerung der Lebensqualität
  • die geringe politische Partizipation und Institutionenbildung (9, 10).

Für die Bewohner ländlicher Räume verengen sich in diesem Prozess Zugangschancen und Handlungsspielräume, wodurch sich die Lebensführung oft auf ein „Einrichten im Mangel“ reduzieren kann (11).

Gesundheitshandeln

Insgesamt war im Zeitverlauf festzustellen, dass in den meisten Bereichen des gesundheitsbezogenen Handelns gesundheitsförderliche Lebensweisen häufiger berichtet wurden (Tabelle 2). Der Anteil sportlich Aktiver war (zuletzt) deutlich angestiegen, wozu insbesondere die Frauen beitrugen, deren Anteil mit 58,1 % höher lag als der Anteil der Männer (54,5 %).

Gesundheitsrelevante Handlungsweisen, Prävalenzen 1973, 1994 und 2004/08
Gesundheitsrelevante Handlungsweisen, Prävalenzen 1973, 1994 und 2004/08
Tabelle 2
Gesundheitsrelevante Handlungsweisen, Prävalenzen 1973, 1994 und 2004/08

Gegenüber 1973 (und dem damals bestehenden Angebot) wurden mehr Obst-, Gemüse- und Milchprodukte verzehrt, von Frauen jeweils mehr als von Männern (Tabelle 2). Demgegenüber stieg ein (fast) täglicher Fleischverzehr bei Männern im Jahr 2008 auf 28,5 %. Kontinuierlich ab nahm der Anteil der Personen, die „genügend Zeit für Essen beziehungsweise die Hauptmahlzeit“ (im Jahr 2008 bei einem Fünftel das Abendessen) hatten und der Anteil der Teilnehmer, die ihre Ernährungsweise als gesund einschätzten (im Jahr 2008 78,7 % [Tabelle 2]).

Bei insgesamt zwischen Welle 2 und 3 leicht steigendem durchschnittlichen Body-Mass-Index (BMI) stieg der Adipositas-Anteil bei Frauen auf 23,4 % (Männer: 25,0 %; insgesamt um 10 % höher als im Mikrozensus 2009). Zu vergleichbaren Ergebnissen kam auch die Study of Health in Pomerania (SHIP), nach der die vorpommersche Bevölkerung einen deutlich höheren BMI aufwies als der bundesdeutsche Durchschnitt (12).

Was dies für die Lebensführung häufig bedeuten kann, macht exemplarisch eine Aussage aus unserem qualitativen Interviewmaterial deutlich: „Wenn das Geld knapp ist, gibt es eben auch mal ungesundes Toastbrot für die Kinder. Das ist schon gut, wenn ich dann ein Glas Leberwurst aufmachen kann“ (eine alleinerziehende erwerbslose Fabrikarbeiterin, 45).

Im Bezug auf den Konsum von Tabak (Tabelle 2) sank über alle Wellen entsprechend bundesweitem Trend der Anteil der Raucher von 61,2 auf 34,6 %, wohingegen der Anteil der Raucherinnen von 9,5 auf 26,6 % zunahm. Dabei war der Anteil der Personen, die vor dem 17. Lebensjahr mit dem Rauchen begonnen hatte, 2004/08 auf 42,3 % (Frauen) beziehungsweise 52,7 % (Männer; das durchschnittliche Einstiegsalter liegt mittlerweile unter dem gesamtdeutschen Niveau) gestiegen, ebenso wie der Anteil starker Raucher (> 20 Zigaretten/Tag) auf 15 %.

Männer zeigten einen sinkenden regelmäßigen Konsum von Bier und hochprozentigen Alkoholika, Frauen einen steigenden bei Wein. Dem entsprachen von Welle 2 auf 3 sinkende Anteile beim Konsum größerer Mengen von Bier und hochprozentigen Alkoholika (zum Beispiel > 2 l Bier täglich: Männer 3,2/0,5 %) und Steigerungen beim Weinkonsum (Wein bis 1 Glas täglich: Frauen 24,7/29,1 %; [13]). Die Prävalenz riskanten Alkoholkonsums (> 30/20 g Reinalkohol) verringerte sich bei Männern auf 25,1 %, blieb jedoch gegenüber Frauen signifikant erhöht (Grafik 1) und gegenüber dem Bundesdurchschnitt (20,1/5,3 %) überdurchschnittlich (13). Diese Ergebnisse korrelierten mit einer erhöhten Morbidität und Mortalität alkoholassoziierter Erkrankungen auf Bundeslandebene (12).

Prävalenz von Alkoholkonsummustern in der Landgesundheitsstudie (LGS) 1994–2008
Prävalenz von Alkoholkonsummustern in der Landgesundheitsstudie (LGS) 1994–2008
Grafik 1
Prävalenz von Alkoholkonsummustern in der Landgesundheitsstudie (LGS) 1994–2008

Arbeitsbedingungen

Im Bezug auf die Arbeitswelt waren in der Untersuchungsregion im überregionalen Vergleich folgende Punkte 2004/08 charakteristisch:

  • ein überdurchschnittlich hoher Mangel an Beschäftigungsmöglichkeiten
  • ein überdurchschnittlich hoher Anteil an Beschäftigten in der Landwirtschaft
  • ein überdurchschnittlich starker Rückgang der Beschäftigung im industriellen Bereich.

Besonders bedeutsame Belastungen waren die Angst vor Arbeitsplatzverlust und auch die schwere körperliche Arbeit, vor allem im Landwirtschafts- und industriellen Sektor.

So hieß es hierzu in einem Interview: „Manche sind ja auch (...) na gut, die noch Arbeit haben, manche, muss ich ganz ehrlich sagen, denken sie sind was Besseres. Weil sie Arbeit haben und so, wir würden ja auch gern Arbeit haben. Aber ich habe die Chance nicht.“ (eine erwerbslose Landschaftsgestalterin, 48).

In der Untersuchungsregion war 2004/08 der Anteil der Beschäftigten, die unter beruflichen Gratifikationskrisen (unausgewogenes Verausgabungs-Belohnungs-Verhältnis [14]) litten, doppelt so hoch wie im Bundesdurchschnitt. Dies betraf besonders die Arbeit im stark rückläufigen industriellen Sektor: Hier litten gut vier von zehn der Beschäftigten unter Gratifikationskrisen (15).

Gesundheit und Krankheit

Bei beiden Geschlechtern war der altersstandardisierte Anteil derer, die einen (sehr) guten Gesundheitszustand bestätigten, 1994 am geringsten (Tabelle 3). Der Zuwachs zwischen 1994 und 2004/08 war allerdings bei Frauen deutlich stärker als bei Männern. Bei den Männern war 2004/08 der Anteil der Befragten mit (sehr) gutem Gesundheitszustand gegenüber 1973 sogar leicht zurückgegangen, während der Anteil der Frauen in diesem Zeitraum um knapp 17 % stieg. Vergleichbare Entwicklungen werden in der Gesundheitsberichterstattung des Bundes auf Basis alters- und geschlechtsspezifischer Daten berichtet (12).

Selbsteinschätzung des Gesundheitszustandes als sehr gut oder gut, Prävalenzen 1973–2008 und 95-%-Konfidenzintervalle
Selbsteinschätzung des Gesundheitszustandes als sehr gut oder gut, Prävalenzen 1973–2008 und 95-%-Konfidenzintervalle
Tabelle 3
Selbsteinschätzung des Gesundheitszustandes als sehr gut oder gut, Prävalenzen 1973–2008 und 95-%-Konfidenzintervalle

Die Prävalenz chronischer Herzkrankheiten (Tabelle 4) war 1994 am höchsten und sank danach zwar bei Frauen, aber kaum bei Männern; altersadjustiert im Jahr 2008 höher als bei Frauen. Die Prävalenz von Diabetes mellitus (Tabelle 4) hat sich 2004/08 gegenüber 1973 bei den Männern vervierfacht und war 2004/08 auch bei den Frauen gut 3,5-mal höher als 1973 (Tabelle 4). Der vergleichsweise starke Anstieg bei den Männern ließ sich für diesen Zeitraum auch in der Gesundheitsberichterstattung des Bundes nachvollziehen, wenngleich insgesamt auf geringerem Niveau (12). Die hier auf Basis der 2009 abgeschlossenen Telefonbefragung „Gesundheit in Deutschland aktuell 2009“ (GEDA09) berichteten durchschnittlichen Diabetesprävalenzen bewegten sich allerdings sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern auf einem deutlich niedrigeren Niveau von 6–8 % als in der LGS 2004/08, in der sie zwischen 12 und 13 % lag. Die in der LGS 2004/08 ermittelte Diabetesprävalenz war auch deutlich höher als in der – städtische Räume einschließenden – SHIP (12). Diese Ergebnisse entsprachen dem deutlich überdurchschnittlichen BMI der Bevölkerung in der Untersuchungsregion. Nicht ganz so stark wie bei Diabetes, aber ebenfalls kontinuierlich und deutlich, besonders bei Männern, stieg die Lebenszeitprävalenz für Bluthochdruck (Tabelle 4). Für eine ausführliche Darstellung des Gesundheits- und Krankheitsgeschehens siehe auch (16).

Chronische Herzkrankheiten, Diabetes mellitus und Bluthochdruck, Lebenszeitprävalenzen 1973–2008 und 95-%-Konfidenzintervalle
Chronische Herzkrankheiten, Diabetes mellitus und Bluthochdruck, Lebenszeitprävalenzen 1973–2008 und 95-%-Konfidenzintervalle
Tabelle 4
Chronische Herzkrankheiten, Diabetes mellitus und Bluthochdruck, Lebenszeitprävalenzen 1973–2008 und 95-%-Konfidenzintervalle

Zufriedenheit

Die Zufriedenheit mit einzelnen Lebensbereichen sowie dem Leben insgesamt hat sich in der Untersuchungsregion der LGS im Zeitverlauf zwischen 1994 und 2004/08 in fast allen Bereichen verschlechtert. Am wenigsten zufrieden zeigten sich die Befragten sowohl 1994 und 2004/08 mit der finanziellen und der Arbeitssituation. Die Zufriedenheit mit der Gesundheit sank mit zunehmendem Alter und war in diesem Zusammenhang auch bei Nichterwerbstätigen und bei Befragten mit weniger als zehn Jahren Schulbildungsdauer unterdurchschnittlich ausgeprägt. Ein Vergleich der LGS-Ergebnisse mit denen des SOEP (17) zeigt (Grafik 2), dass sowohl 1994 als auch 2004/08 die Zufriedenheitsmittelwerte bei der Beurteilung der Arbeit und des Einkommens in der Untersuchungsregion der LGS deutlich geringer waren als in den alten und den neuen Bundesländern. Auch die Zufriedenheit mit der Gesundheit wurde von den Befragten der LGS im Durchschnitt schlechter beurteilt als von den Befragten im SOEP, wenn auch die Unterschiede hier deutlich geringer ausfallen als bei der Beurteilung der Arbeitssituation oder des Einkommens. Während die Zufriedenheit mit der Gesundheit sowohl im SOEP (West) als auch im SOEP (Ost) im Jahr 2008 etwas besser beurteilt wurde als im Jahr 1994, war sie in der LGS 2004/08 gegenüber 1994 gesunken (Grafik 2). Die vergleichsweise geringsten Unterschiede bestanden bei der Zufriedenheit mit dem Leben insgesamt: Zwar waren die in der LGS ermittelten Zufriedenheitswerte sowohl 1994 als auch 2004/08 geringer als im SOEP (West), gegenüber den Werten des SOEP (Ost) lagen sie 2004/08 aber auf einem vergleichbaren Niveau und 1994 sogar (leicht) darüber. Insgesamt deutet der Vergleich damit auf eine deutlich unterdurchschnittliche Zufriedenheit der nordostdeutschen Landbevölkerung 1994 und 2004/08 insbesondere mit der Arbeitssituation und dem Einkommen hin (Grafik 2).

Zufriedenheit in verschiedenen Lebensbereichen in der Landgesundheitsstudie und dem Sozioökonomischen Panel (Ost, West) 1994 und 2008 (Mittelwerte)
Zufriedenheit in verschiedenen Lebensbereichen in der Landgesundheitsstudie und dem Sozioökonomischen Panel (Ost, West) 1994 und 2008 (Mittelwerte)
Grafik 2
Zufriedenheit in verschiedenen Lebensbereichen in der Landgesundheitsstudie und dem Sozioökonomischen Panel (Ost, West) 1994 und 2008 (Mittelwerte)

Bewältigungsmöglichkeiten

Die qualitativen Studien boten Einblicke in verschiedene Arten und Weisen des Umgangs mit problematischen Arbeits- und Lebensbedingungen und deren Konsequenzen für Gesundheit, Krankheit und Lebenszufriedenheit.

Wichtige Themen in den Interviews waren die Belastungen durch geringes Einkommen und Erwerbslosigkeit, aber auch Berichte über den Rückgang der infrastrukturellen Ressourcen, zum Beispiel beim öffentlichen Nahverkehr oder Einzelhandel. Dabei fanden sich auch Fallbeispiele, in denen es Menschen trotz ungünstiger Bedingungen (zum Beispiel Arbeitslosigkeit, Armut, Pendelarbeit [die Arbeit, bei der gependelt werden muss zwischen Arbeits- und Wohnregion]) gelang, durch ein Zurückgreifen auf lokal gegebene Möglichkeiten wie der Eigenarbeit (die Kategorie der Eigenarbeit [Arbeit, welche keine Erwerbstätigkeit ist] wird in Quelle 18 näher beschrieben), Integration und sozialen Unterstützung in der dörflichen Gemeinschaft Kohärenz und Lebenszufriedenheit zu entwickeln beziehungsweise zu erhalten (18).

Exemplarisch kommt dies in folgender Interviewpassage zum Ausdruck: „Wir haben immer was zu tun (...) Ich werde gebraucht, auch wenn das Arbeitsamt mich nicht haben will, um Geld zu verdienen, werde ich aber woanders gebraucht. Und das zählt für mich. Ich habe Interessen: Wohnung, Umgestaltung, (...) ja, darum macht das Leben auch Spaß auf ’ne Art“ (Zeile im Interview-Transkript des Falls L: 129).

Diskussion

Den Analysen der Surveydaten zufolge hat sich in der Untersuchungsregion im Einklang mit den Ergebnissen zur Untersuchung der Entwicklung der gesamtdeutschen Bevölkerung das gesundheitliche Befinden der Bewohner verbessert. Diese Verbesserung korrelierte insbesondere mit der im Zeitverlauf ebenfalls beobachteten deutlichen Hebung des Bildungsniveaus sowie mit den als überwiegend positiv zu bewertenden Veränderungen in der Ernährungsweise, bei Bewegung/Sport sowie beim Tabak- und Alkoholkonsum. Nicht ganz auszuschließen ist, dass gerade bei Angaben zum Gesundheitshandeln Befragte (in allen Wellen, auch 1973) auch im Sinne einer sozialen Erwünschtheit geantwortet haben und derart positive Werte daher zu relativieren sind.

Die mitgeteilte gestiegene Krankheitslast könnte teilweise auch auf verbesserte diagnostische Möglichkeiten zurückzuführen sein. Regionalspezifisch ist aber, dass die untersuchte Krankheitslast im Vergleich mit anderen Regionen jeweils überdurchschnittlich hoch und das gesundheitliche Befinden sowie die Lebenszufriedenheit vergleichsweise gering waren.

Aus den empirischen Befunden ergeben sich auch Ansatzpunkte für gesuchte theoretische Erklärungen des Verhältnisses und der Entwicklung von Gesundheit und alltäglicher Lebensführung in der Region: So werten die Autoren die dem überregionalen Trend folgende Entwicklung des Gesundheits- und Krankheitsgeschehens, des Schulbildungsniveaus und der Muster gesundheitsbezogener Handlungsweisen, aber auch die fortschreitende Rationalisierung der Arbeit und den damit verbundenen Beschäftigungsabbau als Ausdruck einer Modernisierung der Arbeits- und Lebensbedingungen.

Die in der LGS im überregionalen Vergleich gefundenen Unterschiede im Niveau der Beschäftigungs- und Lebensbedingungen sowie der Gesundheit, Krankheitslast und Lebenszufriedenheit erklären die Autoren dagegen vor allem als Ausdruck und Konsequenz der Ländlichkeit und Peripherisierung der Untersuchungsregion. Letztere wiederum stellt eine auch gesundheits- und sozialpolitische Herausforderung dar. Ferner wäre mittelfristig auch der Ausbau und die Neuverknüpfung kleiner Gemeinden mit regionalen oder landesweiten Programmen zur Förderung zivilgesellschaftlichen und kulturellen Engagements (aktives Dorf) und einer bedarfsgerechten Gesundheitsversorgung ohne lange Wege zu wünschen. Wie wiederholt in den Dörfern auch auf Anschlusskonferenzen betont wurde (19), dürfe dabei aber insgesamt der Abbau des strukturellen Defizits an regulären Beschäftigungsmöglichkeiten nicht aus dem Auge geraten, damit die bereits im Ansatz erkennbaren Segregationen sich nicht weiter verschärfen.

Limitationen

Die vorliegenden Studienergebnisse sprechen zwar für eine Übertragung auf andere Regionen in der Untersuchungsregion. Fraglich bleibt jedoch, inwieweit in Zukunft mit einer Zunahme der Peripherisierung zu rechnen ist und ob die Ergebnisse umstandslos auf andere periphere Räume übertragbar sind.

Methodisch bedingte Limitationen ergeben sich auch aus sinkenden Ausschöpfungsquoten und der oftmals nicht optimalen Vergleichbarkeit von Items insbesondere im interregionalen Vergleich mit anderen Surveys. Hier waren häufig nur bestmögliche Annäherungen vornehmbar, zumal Referenzdaten aus anderen Surveys letztlich nicht identische Räume abbilden. Es wäre wünschenswert, solche Vergleiche dadurch zu erleichtern, indem künftig auch andernorts Studien über die Entwicklung und den Handlungsbedarf von ländlich-peripheren Räumen durchgeführt werden.

Weitere Informationen unter: www.hs-nb.de/ppages/elkeles-thomas/projekte/

Danksagung
Die Autoren danken der Deutschen Forschungsgemeinschaft für die Förderung der Untersuchung „Gesundheit und alltägliche Lebensführung in nordostdeutschen Landgemeinden“ (DFG-FZ: EL 493/2–1) im Zeitraum 2008–2010.

Interessenkonflikt

Die Autoren erklären, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Manuskriptdaten
eingereicht: 4. 11. 2011, revidierte Fassung angenommen: 13. 2. 2012

Anschrift für die Verfasser
Prof. Dr. med. Dipl.-Soz. Thomas Elkeles
Hochschule Neubrandenburg
Fachbereich Gesundheit, Pflege, Management
Postfach 11 01 21, 17041 Neubrandenburg
elkeles@hs-nb.de

Summary

Health and Lifestyle in Rural Northeast Germany: the Findings of a Rural Health Study from 1973, 1994, and 2008

Background: Secular trends in health-related behavior, the frequency of illness, and life satisfaction in rural areas are inadequately documented. Such information is essential for the planning of health-care policy.

Methods: In 1973 and 1994, surveys were performed on the health and lifestyle of all adult inhabitants of 14 selected rural communities in the northern part of the former East Germany. The inhabitants were surveyed again in 2008, and the findings of the surveys were compared.

Results: Both the number of respondents and the response rate of the officially registered population in the 14 rural communities declined over the years, from 3603 (83%) in 1973 to 2155 (68%) in 1994 and 1246 (37%) in 2008. In 1973, 3.2% of the women and 2.7% of the men responding to the survey reported that they had diabetes mellitus. For arterial hypertension, the corresponding figures in 1973 were 21.7% and 11.4%; for chronic heart diseases, 16.7% and 12.8%. In 2008, most of the prevalence figures for these conditions were higher: for diabetes, 12.4% and 12.8%; for arterial hypertension, 34.7% and 33.9%; for chronic heart diseases, 12.3% and 15.0%. Men became less likely to report being in good or very good health (decline from 51.1% to 45.0%), while women became more likely to report being in good health (rise from 36.7% to 49.3%). Women generally had a more healthful lifestyle than men.

Conclusion: Over the long term, there have been both improvements, particularly in lifestyle, and turns for the worse, e.g., in life satisfaction. While the latter might be due to the increasing marginalization of rural eastern Germany, we interpret the observed improvements as benefits of modernization.

Zitierweise
Elkeles T, Beck D, Röding D, Fischer S, Forkel JA: Health and lifestyle in rural northeast Germany: the findings of a rural health study from 1973, 1994, and 2008. Dtsch Arztebl Int 2012; 109(16): 285–92.
DOI: 10.3238/arztebl.2012.0285

@Mit „e“ gekennzeichnete Literatur:
www.aerzteblatt.de/lit1612

eMethodenteil und eTabellen:
www.aerzteblatt.de/12m0285

Gesundheitsrelevante Handlungsweisen, Prävalenzen 1973, 1994 und 2004/08
Gesundheitsrelevante Handlungsweisen, Prävalenzen 1973, 1994 und 2004/08
eTabelle 1
Gesundheitsrelevante Handlungsweisen, Prävalenzen 1973, 1994 und 2004/08
Übersicht über Merkmale des qualitativen Samples
Übersicht über Merkmale des qualitativen Samples
eTabelle 2
Übersicht über Merkmale des qualitativen Samples

The English version of this article is available online:
www.aerzteblatt-international.de

1.
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Elkeles T, Röding D, Beck D, Beetz S: Repräsentativitätsprüfung der dritten Erhebungswelle der Landgesundheitsstudie. Reihe Sonderbeiträge 1: Studienberichte zur Landgesundheitsstudie (ed.: Thomas Elkeles), Nr. 2. Hochschule Neubrandenburg 2010.
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Hinz E, Beck D: Methodenbericht zum Follow-up-Survey der Landgesundheitsstudie 2004/08. Reihe Sonderbeiträge 1: Studienberichte zur Landgesundheitsstudie (ed.: Thomas Elkeles), Nr. 9. Hochschule Neubrandenburg 2012.
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Nebelung C, Forkel JA, Elkeles T: Alltägliche Lebensführung und Solidarität in nordostdeutschen Landgemeinden – Erste qualitative Ergebnisse der Landgesundheitsstudie. Gesundheitswesen 2010; 72: 140–5. CrossRef
19.
Forkel JA, Nebelung C, Elkeles T: Gemeinschaft und Gesundheit in ländlichen Gemeinden Mecklenburg-Vorpommerns – Ressourcen und Potentiale. Ergebnisse eines Anschlussprojekts zur Landgesundheitsstudie. LVG-Information (Mitteilungsblatt der Landesvereinigung für Gesund­heits­förder­ung Mecklenburg-Vorpommern e.V.) 2011; Ausgabe 1/2011 (März): 8–10.
e1.
Beetz S: Räumliche Bedingungen von Gesundheit und Lebensführung im ländlichen Raum. Eine Untersuchung von vierzehn Landgemeinden im Rahmen der DFG-Landgesundheitsstudie an der Hochschule Neubrandenburg. In: Elkeles T, Dehne P (eds.): Gemeinden in peripheren, ländlichen Räumen – empirische Untersuchungsergebnisse aus Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und der Wojewodschaft Zachodniopomorskie (Woiwodschaft Westpommern). Schriftenreihe E, Interdisziplinäre Schriften, Band 3. Neubrandenburg: Hochschule Neubrandenburg 2009; 271–357.
e2.
Hinz E, Beck D: Methodenbericht zum Follow-up-Survey der Landgesundheitsstudie 2004/08. Reihe Studienberichte der Landgesundheitsstudie (ed.: Elkeles T), Nr. 9. Hochschule Neubrandenburg: Neubrandenburg 2012.
e3.
Elkeles T, Röding D, Beck D, Beetz S: Repräsentativitätsprüfung der dritten Erhebungswelle der Landgesundheitsstudie. Reihe Studienberichte der Landgesundheitsstudie (ed.: Elkeles T), Nr. 2. Hochschule Neubrandenburg: Neubrandenburg 2010.
e4.
Popp M, Elkeles T, Kreher S: Methodenbericht zur Entwicklung und Durchführung sowie zu den Ergebnissen des Pretests 2004/2005. Schriftenreihe der Hochschule Neubrandenburg. Reihe G Fachbereich Gesundheit und Pflege, Band 1. Hochschule Neubrandenburg: Neubrandenburg 2005.
Fachbereich Gesundheit, Pflege, Management, Hochschule Neubrandenburg:
Prof. Dr. med. Dipl.-Soz. Elkeles, Dr. PH Dipl.-Soz. Beck, B.Sc. Röding, B.Sc. Fischer, MA Forkel
Prävalenz von Alkoholkonsummustern in der Landgesundheitsstudie (LGS) 1994–2008
Prävalenz von Alkoholkonsummustern in der Landgesundheitsstudie (LGS) 1994–2008
Grafik 1
Prävalenz von Alkoholkonsummustern in der Landgesundheitsstudie (LGS) 1994–2008
Zufriedenheit in verschiedenen Lebensbereichen in der Landgesundheitsstudie und dem Sozioökonomischen Panel (Ost, West) 1994 und 2008 (Mittelwerte)
Zufriedenheit in verschiedenen Lebensbereichen in der Landgesundheitsstudie und dem Sozioökonomischen Panel (Ost, West) 1994 und 2008 (Mittelwerte)
Grafik 2
Zufriedenheit in verschiedenen Lebensbereichen in der Landgesundheitsstudie und dem Sozioökonomischen Panel (Ost, West) 1994 und 2008 (Mittelwerte)
Verteilung von Geschlecht, Alter und Schulbildung in der Landgesundheitsstudie 1973, 1994 und 2004/08
Verteilung von Geschlecht, Alter und Schulbildung in der Landgesundheitsstudie 1973, 1994 und 2004/08
Tabelle 1
Verteilung von Geschlecht, Alter und Schulbildung in der Landgesundheitsstudie 1973, 1994 und 2004/08
Gesundheitsrelevante Handlungsweisen, Prävalenzen 1973, 1994 und 2004/08
Gesundheitsrelevante Handlungsweisen, Prävalenzen 1973, 1994 und 2004/08
Tabelle 2
Gesundheitsrelevante Handlungsweisen, Prävalenzen 1973, 1994 und 2004/08
Selbsteinschätzung des Gesundheitszustandes als sehr gut oder gut, Prävalenzen 1973–2008 und 95-%-Konfidenzintervalle
Selbsteinschätzung des Gesundheitszustandes als sehr gut oder gut, Prävalenzen 1973–2008 und 95-%-Konfidenzintervalle
Tabelle 3
Selbsteinschätzung des Gesundheitszustandes als sehr gut oder gut, Prävalenzen 1973–2008 und 95-%-Konfidenzintervalle
Chronische Herzkrankheiten, Diabetes mellitus und Bluthochdruck, Lebenszeitprävalenzen 1973–2008 und 95-%-Konfidenzintervalle
Chronische Herzkrankheiten, Diabetes mellitus und Bluthochdruck, Lebenszeitprävalenzen 1973–2008 und 95-%-Konfidenzintervalle
Tabelle 4
Chronische Herzkrankheiten, Diabetes mellitus und Bluthochdruck, Lebenszeitprävalenzen 1973–2008 und 95-%-Konfidenzintervalle
Gesundheitsrelevante Handlungsweisen, Prävalenzen 1973, 1994 und 2004/08
Gesundheitsrelevante Handlungsweisen, Prävalenzen 1973, 1994 und 2004/08
eTabelle 1
Gesundheitsrelevante Handlungsweisen, Prävalenzen 1973, 1994 und 2004/08
Übersicht über Merkmale des qualitativen Samples
Übersicht über Merkmale des qualitativen Samples
eTabelle 2
Übersicht über Merkmale des qualitativen Samples
1.Koppisch V: Untersuchungen zu einigen Seiten der gesunden Lebensführung der Bevölkerung in Landgemeinden im Norden der DDR von 1973–1976. (Diss. B). Greifswald: Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald 1979.
2.Koppisch V, Hüttner H, Wiesner GE: Vergleichende Studie zu Gesundheit und Lebensweise der Erwachsenenbevölkerung in ausgewählten mecklenburg-vorpommerschen Landgemeinden. Schwerin: Sozialministerium Mecklenburg-Vorpommern 1996.
3. Röding D: Bedingungen und Gründe der Bevölkerungsentwicklung in den 14 Untersuchungsgemeinden der Landgesundheitsstudie. Reihe Sonderbeiträge 1: Studienberichte zur Landgesundheitsstudie (ed.: Thomas Elkeles), Nr. 1. Hochschule Neubrandenburg 2010.
4. Elkeles T, Röding D, Beck D, Beetz S: Repräsentativitätsprüfung der dritten Erhebungswelle der Landgesundheitsstudie. Reihe Sonderbeiträge 1: Studienberichte zur Landgesundheitsstudie (ed.: Thomas Elkeles), Nr. 2. Hochschule Neubrandenburg 2010.
5. Hinz E, Beck D: Methodenbericht zum Follow-up-Survey der Landgesundheitsstudie 2004/08. Reihe Sonderbeiträge 1: Studienberichte zur Landgesundheitsstudie (ed.: Thomas Elkeles), Nr. 9. Hochschule Neubrandenburg 2012.
6. Mayring PAE: Qualitative Inhaltsanalyse. Grundlagen und Techniken. Weinheim: Deutscher Studienverlag 1997.
7. Bohnsack R: Rekonstruktive Sozialforschung. Einführung in Methodologie und Praxis qualitativer Forschung. Opladen: Leske + Budrich 2007.
8. Beetz S, Röding D: Lebensqualität und Zufriedenheit mit Wohnumfeldbedingungen im Kontext der Peripherisierung nordostdeutscher Landgemeinden 1994 und 2004/08. Reihe Sonderbeiträge 1: Studienberichte zur Landgesundheitsstudie (ed.: Thomas Elkeles), Nr. 13. Hochschule Neubrandenburg 2010.
9. Beetz S: Peripherisierung als räumliche Organisation sozialer Ungleichheit. In: Barlösius E, Neu, C (eds.): Peripherisierung – eine neue Form sozialer Ungleichheit? Materialien Nr. 21 der IAG LandInnovation der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Berlin: Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften 2008; 7–16.
10. Beetz S: Räumliche Bedingungen von Gesundheit und Lebensführung im ländlichen Raum. Eine Untersuchung von vierzehn Landgemeinden im Rahmen der DFG-Landgesundheitsstudie an der Hochschule Neubrandenburg. In: Elkeles T, Dehne P (eds.): Gemeinden in peripheren, ländlichen Räumen – empirische Untersuchungsergebnisse aus Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und der Wojewodschaft Zachodniopomorskie (Woiwodschaft Westpommern). Schriftenreihe E, Interdisziplinäre Schriften, Bd. 3. Neubrandenburg: Hochschule Neubrandenburg 2009; 271–357.
11. Forkel JA, Nebelung C, Elkeles T: Kontinuitäten des Wandels. Herausforderungen im Lebenslauf in ländlichen Gemeinden Nordostdeutschlands. In: Soeffner HG (ed.): Transnationale Vergesellschaftungen. Verhandlungen des 35. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Soziologie in Frankfurt am Main 2010. Herausgegeben in deren Auftrag von Hans-Georg Soeffner. Wiesbaden: VS Verlag, CD-ROM, im Erscheinen 2012.
12. Robert-Koch-Institut (ed.): 20 Jahre nach dem Fall der Mauer: Wie hat sich die Gesundheit in Deutschland entwickelt? Beiträge zur Gesundheitsberichterstattung des Bundes. Berlin: Robert-Koch-Institut 2009.
13. Fischer S: Alkoholkonsum in nordostdeutschen Landgemeinden 1994 und 2004/08. Reihe Sonderbeiträge 1: Studienberichte zur Landgesundheitsstudie (ed.: Thomas Elkeles), Nr. 14. Hochschule Neubrandenburg 2010.
14. Siegrist J: Soziale Krisen und Gesundheit. Eine Theorie der Gesund­heits­förder­ung am Beispiel von Herz-Kreislauf-Risiken im Erwerbsleben. Göttingen: Hogrefe 1996.
15.Beck D, Elkeles T: Verteilung und Bedeutung beruflicher Gratifikationskrisen von Erwerbstätigen in nordostdeutschen Landgemeinden. Arbeit – Zeitschrift für Arbeitsforschung, Arbeitsgestaltung und Arbeitspolitik 2010; 19: 5–20.
16. Beck D, Elkeles T: Gesundheit und Lebenszufriedenheit in
nordostdeutschen Landgemeinden 1973, 1994 und 2004/08. Gesundheitswesen 2012; 74: 132–8.
DOI: 10.1055/s-0030–1270506. 2012.
17. Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (ed.): SOEPmonitor 1984–2008. Zeitreihen zur Entwicklung ausgewählter Indikatoren zu zentralen Lebensbereichen. Berlin 2009.
18. Nebelung C, Forkel JA, Elkeles T: Alltägliche Lebensführung und Solidarität in nordostdeutschen Landgemeinden – Erste qualitative Ergebnisse der Landgesundheitsstudie. Gesundheitswesen 2010; 72: 140–5. CrossRef
19. Forkel JA, Nebelung C, Elkeles T: Gemeinschaft und Gesundheit in ländlichen Gemeinden Mecklenburg-Vorpommerns – Ressourcen und Potentiale. Ergebnisse eines Anschlussprojekts zur Landgesundheitsstudie. LVG-Information (Mitteilungsblatt der Landesvereinigung für Gesund­heits­förder­ung Mecklenburg-Vorpommern e.V.) 2011; Ausgabe 1/2011 (März): 8–10.
e1.Beetz S: Räumliche Bedingungen von Gesundheit und Lebensführung im ländlichen Raum. Eine Untersuchung von vierzehn Landgemeinden im Rahmen der DFG-Landgesundheitsstudie an der Hochschule Neubrandenburg. In: Elkeles T, Dehne P (eds.): Gemeinden in peripheren, ländlichen Räumen – empirische Untersuchungsergebnisse aus Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und der Wojewodschaft Zachodniopomorskie (Woiwodschaft Westpommern). Schriftenreihe E, Interdisziplinäre Schriften, Band 3. Neubrandenburg: Hochschule Neubrandenburg 2009; 271–357.
e2.Hinz E, Beck D: Methodenbericht zum Follow-up-Survey der Landgesundheitsstudie 2004/08. Reihe Studienberichte der Landgesundheitsstudie (ed.: Elkeles T), Nr. 9. Hochschule Neubrandenburg: Neubrandenburg 2012.
e3.Elkeles T, Röding D, Beck D, Beetz S: Repräsentativitätsprüfung der dritten Erhebungswelle der Landgesundheitsstudie. Reihe Studienberichte der Landgesundheitsstudie (ed.: Elkeles T), Nr. 2. Hochschule Neubrandenburg: Neubrandenburg 2010.
e4.Popp M, Elkeles T, Kreher S: Methodenbericht zur Entwicklung und Durchführung sowie zu den Ergebnissen des Pretests 2004/2005. Schriftenreihe der Hochschule Neubrandenburg. Reihe G Fachbereich Gesundheit und Pflege, Band 1. Hochschule Neubrandenburg: Neubrandenburg 2005.
  • Vergleichbarkeit der Daten schwierig
    Dtsch Arztebl Int 2012; 109(42): 712; DOI: 10.3238/arztebl.2012.0712a
    Gillissen, Adrian
  • Mit Vorsicht interpretieren
    Dtsch Arztebl Int 2012; 109(42): 712; DOI: 10.3238/arztebl.2012.0712b
    Hofmeister, Martin
  • Schlusswort
    Dtsch Arztebl Int 2012; 109(42): 712-3; DOI: 10.3238/arztebl.2012.0712c
    Beck, David; Forkel, Jens A.; Fischer, Stefan; Röding, Dominik; Elkeles, Thomas

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