ArchivDeutsches Ärzteblatt16/2012Fussball-Europameisterschaft in Osteuropa: Impfungen und Versicherungsschutz prüfen

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Fussball-Europameisterschaft in Osteuropa: Impfungen und Versicherungsschutz prüfen

Dtsch Arztebl 2012; 109(16): A-785 / B-681 / C-677

Zylka-Menhorn, Vera

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Wer die Maskottchen Slavek and Slavko live vor Ort sehen will, sollte sich vorher impfen lassen. Foto: picture alliance
Wer die Maskottchen Slavek and Slavko live vor Ort sehen will, sollte sich vorher impfen lassen. Foto: picture alliance

Das Centrum für Reisemedizin (CRM) empfiehlt Besuchern der Fußball-Europameisterschaft (EM) in Polen und der Ukraine, zusätzlich zu den in Deutschland üblichen Standardimpfungen einen Immunschutz gegen Masern, Hepatitis A und FSME. „Im Westen der Ukraine beobachten wir derzeit einen größeren Masernausbruch, bei dem seit Anfang Januar bereits rund 5 500 Menschen erkrankt sind“, erklärt Priv.-Doz. Dr. med. Tomas Jelinek (CRM). Schwerpunkt des Ausbruchs sind die Bezirke Lemberg und Ivano-Frankiwsk. Aber auch in den Städten Kiew und Lemberg, beides Austragungsorte der EM, sind zahlreiche Fälle aufgetreten. „Fußballfans, die in ihrer Kindheit nicht oder nur einmal geimpft wurden, sollten vor der Reise in die Ukraine den Immunschutz gegen Masern nachholen“, sagt Jelinek.

EM-Besucher, die sich viel im Freien und in der Natur aufhalten werden – etwa auf Campingplätzen – sollten sich vor Zeckenstichen schützen. „Weite Teile Polens und der Ukraine gehören zu den FSME-Risikogebieten“, betont Jelinek.

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Touristen sollten außerdem bedenken, dass gesetzlich Versicherte mit der Europäischen Kran­ken­ver­siche­rungskarte (EHIC) zwar in Polen Anspruch auf medizinisch notwendige Behandlungen haben, nicht aber in der Ukraine. Das CRM empfiehlt deshalb, eine private Auslandsreisekrankenversicherung abzuschließen. Auch in Ländern, in denen die EHIC gültig ist, müssten Patienten mit privaten Zuzahlungen rechnen. zyl

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