ArchivDeutsches Ärzteblatt16/2012Holger Pfaff: Experte für Versorgungsforschung

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Holger Pfaff: Experte für Versorgungsforschung

Dtsch Arztebl 2012; 109(16): A-817 / B-709 / C-705

Hibbeler, Birgit

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Holger Pfaff, Foto: IMVR
Holger Pfaff, Foto: IMVR

Wenn es um eine gute Patientenversorgung geht, dann sind medizinische Erkenntnisse wichtig. Entscheidend ist aber auch die Frage: Was kommt davon im Alltag überhaupt an? Die Universität zu Köln hat ein interdisziplinäres „Brückeninstitut“ der Humanwissenschaftlichen Fakultät und der Medizinischen Fakultät eingerichtet – das Institut für Medizinsoziologie, Versorgungsforschung und Rehabilitationswissenschaft (IMVR). „Die Versorgungsforschung hat sich in den letzten Jahren etabliert“, sagt Prof. Dr. phil. Holger Pfaff (55), Direktor des IMVR. Dabei gehe es darum, abzugleichen, was Forscher erarbeiteten und was tatsächlich beim Patienten umgesetzt werde. „Wir haben quasi die letzte Meile im Blick“, sagt Pfaff.

Ein Schwerpunkt des IMVR sind Befragungen im Gesundheits- und Sozialwesen. Je nach Problemstellung werden die am Prozess Beteiligten befragt – darunter Patienten, Angehörige, Klinikmitarbeiter und Einweiser. Hierbei komme dem IMVR die Expertise in der empirischen Sozialforschung zugute. Nach einer mehrmonatigen Umbauphase ist das IMVR nun fertig. Eingerichtet sind auch die neuen Räume des Care Research Lab Cologne. Dort werden beispielsweise Patient-Arzt-Gespräche auf Video aufgezeichnet und analysiert.

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Pfaff ist ebenfalls Direktor des Zentrums für Versorgungsforschung, zu dem das IMVR gehört. Er studierte Sozial- und Verwaltungswissenschaften. 1997 übernahm er die Professur für „Medizinische Soziologie“ an der Universität zu Köln. Er ist Vorsitzender des Deutschen Netzwerks Versorgungsforschung. Birgit Hibbeler

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