ArchivDeutsches Ärzteblatt16/2012Grossbritannien: Umstrittene Gesundheitsreform tritt in Kraft

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Grossbritannien: Umstrittene Gesundheitsreform tritt in Kraft

Dtsch Arztebl 2012; 109(16): A-786 / B-682 / C-678

Korzilius, Heike

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Das britische Parlament hat Ende März einer tiefgreifenden Reform des staatlichen Gesundheitsdienstes (Nationale Health Service, NHS) zugestimmt, die bis zuletzt heftig umstritten war. Die oppositionelle Labour Party hat gleich nach der Abstimmung angekündigt, die Reform „bei der ersten Gelegenheit“ wieder rückgängig zu machen.

Herzstück der Reform ist eine grundlegende Restrukturierung des NHS. Danach werden künftig die Hausärzte einen Großteil des 106 Milliarden Pfund jährlich umfassenden Gesundheitsbudgets kontrollieren. Geplant ist zudem, die Anzahl der Gremien in der Gesundheitsverwaltung zu reduzieren und mehr Wettbewerb zu schaffen. Ziel ist es, die Verwaltungskosten im NHS um ein Drittel zu senken. Das sind circa 20 Milliarden Pfund.

Die British Medical Association hat die Reform von Anfang an abgelehnt. Deren Vorsitzender, Dr. Hamish Meldrum, erklärte in einem Brief an die Mitglieder der Ärztevereinigung, es wäre besser gewesen, das Gesetz wäre nie verabschiedet worden. Die Reform betone zu sehr den Wettbewerb und riskiere die Zersplitterung der Gesundheitsversorgung. HK

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