SUPPLEMENT: PRAXiS

Blutspendeausweis mit Speicherchip

Dtsch Arztebl 2012; 109(16): [2]

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Foto: DRK
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  • Seit Jahresbeginn 2012 ersetzen die Blutspendedienste des Deutschen Roten Kreuzes schrittweise den traditionellen gelben oder weißen Spendepass durch einen neuen, bundesweit gültigen Blutspendeausweis mit integriertem Speicherchip. Neben Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland erhielten auch Blutspender in Berlin, Brandenburg und Sachsen im Februar als erste den Ausweis im praktischen Scheckkarten-Format.

Bislang stellte jeder der sieben DRK-Blutspendedienste seine eigenen Blutspendepässe aus. Aus Datenschutzgründen konnten die Dienste untereinander keine Spenderinformationen austauschen. Personen, die an verschiedenen Orten in Deutschland Blut spenden wollten, mussten daher mehrere Ausweise parallel führen. Unter der fachlichen Beratung von Prof. Dr.-Ing. Frank Gillert, Technische Hochschule Wildau, entwickelten die DRK-Blutspendedienste daher ein bundesweit einheitliches System, das es Spendern ermöglicht, über die Regionsgrenzen hinweg mit nur einem einzigen Nachweisdokument Blut zu spenden. Eine Studiengruppe der Technischen Hochschule Wildau hat zuvor untersucht, wie regelmäßige und potenzielle Blutspender die Einführung einer einheitlichen Karte mit Speicherfunktion annehmen würden.

Mit dem neuen Ausweis hat jeder DRK-Blutspendedienst Zugang zu den für die Spende relevanten Daten. Die Plastikkarte enthält einen radiofrequenten Speicherchip, der ausschließlich von den Lesegeräten der DRK-Blutspendedienste ausgelesen werden kann. Zusätzlich zu den personenbezogenen Daten wie Name, Anschrift und Blutgruppe speichert der Chip auch die Zahl der geleisteten Spenden und das Datum der jeweils letzten Blutspende. Der Ausweis enthält nur die für die Spende notwendigen Informationen, die zudem gemäß dem Stand der Technik verschlüsselt sind.

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Informationen zur Blutspende unter www.drk-blutspende.de. EB

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