ArchivDeutsches Ärzteblatt17/2012Gynäkologische Psychosomatik: Pragmatischer Ansatz

MEDIEN

Gynäkologische Psychosomatik: Pragmatischer Ansatz

Dtsch Arztebl 2012; 109(17): A-871

Egloff, Götz

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS

Die Wechselbeziehung zwischen hormonellen und psychischen Prozessen gilt seit langem als bekannt; oft bleibt es aber bei dieser allgemeinen Feststellung. Das Feld der Psychoneuroendokrinologie ist ein weites, noch unüberschaubares. Welche psychosomatischen Syndrome nun mit welchen hormonellen Konstellationen korrelieren, inwieweit kurativ und präventiv Einfluss genommen werden kann und welches Wissen belastbar ist, beleuchtet der Band, der aus der letztjährigen Hamburger Tagung der Deutschen Gesellschaft für Psychosomatische Frauenheilkunde und Geburtshilfe hervorgegangen ist. Die Frage, wie viel Somatik die Psychosomatik verträgt, wird anhand pragmatischer Fragestellungen zu Zyklus und Psyche, Erleben von Menopause oder Ovarialinsuffizienz sowie Hormongaben behandelt. Es werden Forschungsergebnisse aus den speziellen Bereichen Gynäkologie, Geburtshilfe und Onkologie vorgestellt, aber auch Überlegungen zu allgemeinen Themen (Pubertät, Menopause, Alterung, Sexualität) vorgelegt, die das komplexe Zusammenspiel endokriner und psychischer Prozesse zu verstehen suchen.

Dies ist ein wichtiges, verdienstvolles Unternehmen, da dieser Bereich in der psychotherapeutischen Praxis nicht selten vernachlässigt wird. Stattdessen wird dem Leib-Seele-Dualismus hier eine Absage erteilt und die Psychotherapie in jenes Behandlungsfeld zurückgeführt, dem sie entstammt: der Psychosomatik. Götz Egloff

Anzeige

Almut Dorn, Dorothee Kimmich-Laux, Hertha Richter-Appelt, Martina Rauchfuß (Hrsg.): Die Psyche im Spiegel der Hormone. Beiträge der 40. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Psychosomatische Frauenheilkunde und Geburtshilfe e.V. Mabuse, Frankfurt/M. 2012, 300 Seiten, kartoniert, 39,90 Euro

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema