ArchivDeutsches Ärzteblatt17/2012Arbeitsumfang in Praxen: Debatte um die Aussagekraft von Fallzahlen

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Arbeitsumfang in Praxen: Debatte um die Aussagekraft von Fallzahlen

Rieser, Sabine

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Behandeln alle Ärzte genügend Patienten? Es gebe zu viele „Hobbypraxen“, meinen Kritiker. Foto: dapd
Behandeln alle Ärzte genügend Patienten? Es gebe zu viele „Hobbypraxen“, meinen Kritiker. Foto: dapd

Die Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen zu „Tätigkeitsumfängen in der vertragsärztlichen Versorgung“ hat Diskussionen ausgelöst. „6,4 Prozent der hausärztlichen, 12,2 Prozent der radiologischen und 20,8 Prozent der anästhesistischen Praxen erreichen laut Angaben der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) weniger als ein Viertel der durchschnittlichen Fallzahlen der jeweiligen ärztlichen Fachgruppe“, heißt es darin. Aufgeschlüsselt wird, zu welchen Teilen Ärzte und Psychologische Psychotherapeuten in den einzelnen Bundesländern mehr beziehungsweise weniger Fälle als der Durchschnitt ihrer Gruppe abgerechnet haben (www.aerzteblatt.de/nachrichten/49893).

Die gesundheitspolitische Sprecherin der Grünen, Birgitt Bender, schließt daraus, „dass nicht alle VertragsärztInnen ihrem Versorgungsauftrag nachkommen“. Der KBV-Vorstandsvorsitzende, Dr. med. Andreas Köhler, sagte, man müsse sich der innerärztlichen Diskussion stellen: „Nehmen alle niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten entsprechend ihres Zulassungsumfangs an der Versorgung teil?“ Die KBV gibt aber gleichzeitig zu bedenken, dass die Daten nur begrenzt aussagekräftig sind. So unterschieden sich manche Arztgruppen erheblich, beispielsweise operativ und konservativ tätige Augenärzte. Andere Organisationen verwiesen ebenfalls auf Unterschiede: Es gebe Praxen mit wenigen, aber schwerstkranken Patienten. Rie

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