ArchivDeutsches Ärzteblatt18/2012Substitution Opiatabhängiger: 360 Patienten in Behandlung

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Substitution Opiatabhängiger: 360 Patienten in Behandlung

Dtsch Arztebl 2012; 109(18): A-894

Osterloh, Falk

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Die Substitution mit Diamorphin wurde im Jahr 2009 gesetzlich geregelt. Foto: dapd
Die Substitution mit Diamorphin wurde im Jahr 2009 gesetzlich geregelt. Foto: dapd

Die Bundesregierung will weder die betäubungsmittelrechtlichen Regelungen zur Substitution Opiatabhängiger noch die ärztlichen Mitgabemöglichkeiten von Substitutionsmitteln ändern. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen hervor (Drucksachen-Nummer: 17/9114).

Gemäß den Ergebnissen der IMPROVE-Studie hätten die darin befragten substituierenden Ärzte erhebliche Bedenken in Bezug auf Missbrauch und unerlaubte Weitergabe der Substitutionsmedikamente durch ihre Patienten, schreibt die Bundesregierung; 49 Prozent der Ärzte hätten dies als erhebliches, weitere 17 Prozent als besonders schwerwiegendes Problem eingestuft. Dies mache deutlich, dass die für die Substitutionstherapie relevanten betäubungsmittelrechtlichen Vorschriften einzuhalten seien.

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Die Grünen hatten kritisiert, dass seit der im Jahr 2009 in die Regelversorgung übernommenen diamorphingestützten Behandlung Opiatabhängiger keine weiteren Einrichtungen für diese Behandlung hinzugekommen seien. Zudem stagniere die Zahl der aktiv tätigen Substitutionsärzte, während die Zahl der Substitutionspatienten gestiegen sei. Die Bundesregierung wies hingegen darauf hin, dass alle ehemaligen Standorte des Modellprojekts zur diamorphingestützten Substitution in die Regelversorgung überführt worden seien. Zurzeit befänden sich insgesamt 360 Patienten in einer Substitutionsbehandlung. fos

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