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Vorab möchte ich mich bei den Autoren des Leserbriefes und den zahlreichen weiteren Kolleginnen und Kollegen bedanken, die sich direkt mit Fragen und Anregungen an mich gewandt haben. Dies unterstreicht die Wichtigkeit und Aktualität des Themas.

Angesichts des dramatischen Vitamin-D-Mangels im Alter kann ich mich dem eindringlichen Appell der Kollegen Pilz et al. in ihrer Leserzuschrift zur Vitamin-D-Gabe bei Alterspatienten nur anschließen und möchte die Zielgruppe sogar noch erweitern: Nicht nur bei Altenheimbewohnern liegt sehr häufig ein ausgeprägter Vitamin-D-Mangel vor, sondern auch bei älteren Patienten, die vor der Rehabilitationsbehandlung noch zu Hause gelebt haben (1).

Erst im Januar 2012 wurde daher von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) die empfohlene Zufuhr des Vitamin D für Erwachsene von 200 auf 800 IE täglich vervierfacht und damit deutlich erhöht (2). Angesichts des offensichtlich besonders im Alter sehr häufigen Vitamin-D-Mangels sollte daher gerade in der hochaltrigen Bevölkerungsgruppe auf eine ausreichende Vitamin-D-Versorgung unbedingt geachtet werden.

Für die Unterstützung dieser Empfehlung durch die Kollegen Pilz et al. bin ich daher ausgesprochen dankbar. Nach der jetzigen Datenlage wäre ein Verzicht auf die unstrittigen Vorteile einer guten Vitamin-D-Versorgung im Alter wie zum Beispiel die Verbesserung der Knochengesundheit oder auch die Reduktion des Sturz- und Frakturrisikos (3) nicht zu rechtfertigen.

Die Kosten des Vitamin D sollten dabei kaum eine Rolle spielen; eine Versorgung mit den von der DGE empfohlenen 800 IE im Tagesdurchschnitt ist bei der Wahl günstiger Vitamin D Präparationen schon für etwa 5 Euro Jahrestherapiekosten zu haben.

DOI: 10.3238/arztebl.2012.0359b

Dr. med. Stefan Schilling
Facharzt für Innere Medizin/Geriatrie,
Geriatrische Klinik St. Irminen Trier
s.schilling@vereinigtehospitien.de

Interessenkonflikt
Dr. Schilling erhielt Vortragshonorare und Reisekostenerstattungen von Merck Serono.

1.
Schilling S: Epidemic vitamin D deficiency among patients in an elderly care rehabilitation facility. Dtsch Arztebl Int 2012; 109(3): 33–8.VOLLTEXT
2.
http://www.dge.de/pdf/ws/Referenzwerte-2012-Vitamin-D.pdf
3.
http://www.dge.de/pdf/ws/DGE-Stellungnahme-VitD-111220.pdf
1.Schilling S: Epidemic vitamin D deficiency among patients in an elderly care rehabilitation facility. Dtsch Arztebl Int 2012; 109(3): 33–8.VOLLTEXT
2.http://www.dge.de/pdf/ws/Referenzwerte-2012-Vitamin-D.pdf
3.http://www.dge.de/pdf/ws/DGE-Stellungnahme-VitD-111220.pdf

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