ArchivDeutsches Ärzteblatt19/2012Klaus Weckbecker: Neues Institut für Hausarztmedizin in Bonn

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Klaus Weckbecker: Neues Institut für Hausarztmedizin in Bonn

Dtsch Arztebl 2012; 109(19): A-979 / B-843 / C-835

Hibbeler, Birgit

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Klaus Weckbecker, Foto: privat
Klaus Weckbecker, Foto: privat

Lange Zeit führte die Allgemeinmedizin an Universitäten ein Schattendasein. Ein generalistisches Fach schien in der Hochschulmedizin mit ihren vielen Subspezialisierungen nichts zu suchen zu haben. In den vergangenen Jahren hat hier jedoch ein Umdenken eingesetzt. Immer mehr Fakultäten schaffen allgemeinmedizinische Lehrstühle.

An der Universität Bonn soll künftig ein „Institut für Hausarztmedizin“ die allgemeinmedizinische Lehre stärken. Dr. med. Klaus Weckbecker (45) wird es leiten. Gemeinsam mit drei anderen Kollegen teilt er sich eine W-3-Professur. „Durch diese Konstruktion stellen wir sicher, dass das Institut für Hausarztmedizin von vollzeitlich tätigen Hausärzten geleitet wird“, sagt er. Es gibt sechs weitere Lehrbeauftragte und 100 Lehrpraxen, die in Bonn und der Region verteilt sind. Dort können die Studierenden zum Beispiel ein Tertial ihres praktischen Jahres absolvieren.

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Hausarztmedizin – ein ungewöhnlicher Begriff. Wieso nicht Allgemeinmedizin? Weckbecker erläutert: Die tiefe Verwurzelung in der praktischen Hausarztmedizin habe den Anstoß zu dem Namen gegeben. „Zudem sind in unserem Institut auch viele hausärztliche Internisten engagiert. Die Bezeichnung Hausarzt definiert unser gemeinsames Arbeitsfeld“, sagt er.

Weckbecker war zuvor Lehrbeauftragter für Allgemeinmedizin. Er ist Facharzt für Allgemeinmedizin und hat die Zusatzweiterbildungen Palliativmedizin, Spezielle Schmerztherapie und Suchtmedizinische Grundversorgung absolviert. Er ist in einer Gemeinschaftspraxis in Bad Honnef tätig. Birgit Hibbeler

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