ArchivDeutsches Ärzteblatt16/1996Hausratversicherung: Vorsicht bei „Langsamkeit“

VARIA: Wirtschaft - Versicherungen

Hausratversicherung: Vorsicht bei „Langsamkeit“

rco

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LNSLNSLNSLNS Eine Hausratversicherung zahlt zum Beispiel für die beschädigte Einrichtung nach einem Brand, für gestohlene Gegenstände nach einem Raub oder wenn nach einem Rohrbruch die Möbel aufgeweicht sind. Aber Vorsicht: Wer einen Schaden nicht sofort seiner zuständigen Versicherung meldet, kann leer ausgehen.
Die Versicherer weigern sich nämlich zu zahlen, wenn der Kunde die Pflichten aus seinem Versicherungsvertrag nicht erfüllt. Und dazu zählt unter anderem, einen Schaden – wie es in den Bedingungen wörtlich heißt – "unverzüglich" anzuzeigen. Faustregel: Die Versicherer lassen es meist noch durchgehen, wenn man sich erst zwei oder drei Tage, nachdem man das Malheur entdeckt hat, rührt. Sollten jedoch sechs Tage oder mehr verstreichen, ist das zu lange, urteilte beispielsweise das Landgericht Köln (LG Köln, Aktenzeichen: 24 O 227/91).
Schwierigkeiten können Versicherte übrigens auch bekommen, wenn sie etwa einen Brand, Raub, Vandalismus oder einen Einbruch nicht direkt bei der Polizei anzeigen. Die Verbraucherverbände raten daher: Bei jedem Schadensfall sollten Versicherungsnehmer die Bedingungen ihrer Hausratpolice genau studieren, um alle darin aufgeführten Pflichten auch wirklich lückenlos zu erfüllen. Und: Sie sollten möglichst schnell reagieren. rco
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