ArchivDeutsches Ärzteblatt20/2012Randnotiz: Macht der Schlagzeilen

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Randnotiz: Macht der Schlagzeilen

Dtsch Arztebl 2012; 109(20): A-997 / B-861 / C-853

Richter-Kuhlmann, Eva

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Organspende – wieder eine neue Schlagzeile: Deutschland bewirbt sich um die Austragung der Weltspiele der Organtransplantierten im Jahr 2015. Gefühlt wird täglich in Deutschland über das Thema Organspende berichtet und informiert. Ein gutes Gefühl haben jedoch offensichtlich nicht alle. Als die Delegation des Verbandes der Weltspiele für Transplantierte (World Transplant Games Federation, WTGF) Anfang Mai in Berlin die möglichen Sportstätten und die Infrastruktur für die Spiele besichtigte, war sie zwar sichtlich zufrieden: „Wir haben gespürt, wie geeignet und motiviert Deutschland für die Austragung der Spiele ist“, sagte WTGF-Präsident Olivier Costere. Doch die große Frage sei, wie in Deutschland kommuniziert werde, welche Bedeutung die Spiele hätten.

Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Daniel Bahr (FDP) beschwichtigte und bekräftigte seine Unterstützung. „Wir wollen dem Weltverband signalisieren, dass das Thema Organspende in Deutschland gesamtgesellschaftlich und auch parteiübergreifend von hoher Bedeutung ist. Die Weltspiele der Transplantierten machen das Thema Organspende sichtbar. Wir werben dafür, dass die Spiele nach Deutschland kommen“, betonte der Minister.

In der Tat kann eine positive Berichterstattung dem Anliegen Organspende guttun. Voraussetzung ist aber, dass die Bevölkerung Vertrauen in die Praxis der Organspende hat. Vorwürfe, wie sie derzeit gegenüber der Deutschen Stiftung Organtransplantation erhoben werden, sind dagegen wenig geeignet, das Vertrauen zu stärken. Die Bewerbung Deutschlands wird bis Juni geprüft. Weitere Kandidaten sind Japan und Argentinien.

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