ArchivDeutsches Ärzteblatt20/2012Symptomkontrolle: Zügiges Nachschlagen ermöglicht

MEDIEN

Symptomkontrolle: Zügiges Nachschlagen ermöglicht

Dtsch Arztebl 2012; 109(20): A-1036 / B-891 / C-883

Gottschalk, André

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS

Bei einer in den meisten Fällen effektiven Therapie in den Bereichen Schmerz-, Palliativ- und Intensivmedizin sowie in der Anästhesiologie stellen Symptome, die häufig auch als therapieassoziierte Nebenwirkung auftreten, eine große Belastung für Patienten und Therapeuten dar. Diese Symptome können darüber hinaus neben einer reduzierten Compliance des Patienten zu einer Gefährdung des Therapieerfolgs führen und die Komplikationsrate beispielsweise in der Intensivmedizin relevant erhöhen.

Das Buch beschäftigt sich einerseits mit der Pathophysiologie der jeweiligen Symptome bei bestimmten Patientengruppen, andererseits mit den speziellen Symptomen selbst, der dazugehörigen Therapie und insbesondere der Prophylaxe. Dem interdisziplinären und interprofessionellen Autorenteam mit ausgewiesenen Experten aus den jeweiligen betroffenen Fachgebieten gelingt es auf nur etwas mehr als 100 Seiten, dem Leser einen guten und informativen Überblick über die jeweiligen Symptome beziehungsweise Ansätze zu deren Kontrolle zu verschaffen. Selbstverständlich kann ein Buch mit dem genannten Umfang nicht jeden Aspekt im Detail erörtern. Hierzu muss auf entsprechende weiterführende Literatur verwiesen werden. Trotzdem kann das Buch, vor allem bei akut auftretenden Fragestellungen im klinischen Alltag dazu dienen, eben solche Fragestellungen zügig nachzuschlagen und effektiv zu therapieren.

Anzeige

Nicht unerwähnt bleiben sollte allerdings, dass auch in diesem Buch im Rahmen der palliativmedizinischen Symptomkontrolle wiederum das Wort „Todesrasseln“ verwendet wird. Eine solche als bedrohlich empfundene Begrifflichkeit sollte inzwischen als überholt angesehen und durch einen Begriff wie „Rasselatmung“ ersetzt werden. Trotzdem ist das überaus gelungene Buch allen in den genannten Bereichen tätigen ärztlichen und pflegerischen Mitarbeitern im Sinne einer optimierten Symptomkontrolle unbedingt zu empfehlen. André Gottschalk

Stefan Wirz (Hrsg.): Symptomkontrolle in der Schmerztherapie, Palliativmedizin, Anästhesie und Intensivmedizin. UNI-MED Science. UNI-MED Verlag, Bremen 2010, 135 Seiten, gebunden, 4,95 Euro

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema