ArchivDeutsches Ärzteblatt20/2012Praxisgebühr: Ein Schandfleck
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Der Redaktion bin ich dankbar dafür, dass sie im DÄ (wenn auch sanft) der Abschaffung der Praxisgebühr ihre Aufmerksamkeit schenkt.

Nach wie vor bin ich der Auffassung, dass die unsinnige Einführung der Praxisgebühr eine Entwürdigung unseres Ärzteberufsstands ist, die wir nicht länger schweigsam dulden sollten. Nach meinen Erkenntnissen hat es nie zuvor in der mehrere tausendjährigen Geschichte der Medizin den Fall gegeben, dass die Ärzte per Gesetz diktatorisch gezwungen wurden, berufsfremd für den „Fiskus“ Geld einzutreiben. Das geschieht aber jetzt, und noch dazu in einem Land, welches sich Freiheit und Demokratie auf die Fahne geschrieben hat. Die mindestens 120 Arbeitsstunden pro Jahr für das Einkassieren müssen den Patienten gehören, die dringend Zuwendung von den Ärzten und dem medizinischen Personal brauchen. Deshalb fordere ich, dass dieser unserem Beruf auferlegte Schandfleck schnellstens beseitigt wird. Dafür sollte sich die Deutsche Ärztekammer „starkmachen“, damit die Praxisärzte in Zukunft an der Freiheit unseres Landes teilhaben und frei und unbelastet ihre Heilkunst ausüben können.

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Prof. em. Prof. Dr. med. habil. Karl Hecht,
12527 Berlin

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