ArchivDeutsches Ärzteblatt20/2012Uniklinik Bonn: Neues Schockraumkonzept

BERUF

Uniklinik Bonn: Neues Schockraumkonzept

Dtsch Arztebl 2012; 109(20): [75]

Hillienhof, Arne

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Ihr sogenanntes Schockraumkonzept hat die Uniklinik Bonn in einem neuen Podcast vorgestellt. In der Lernphase studieren die Teams der drei Bonner Schockräume zu Hause mittels Handbuch und Lehrfilm die Richtschnur für Behandlungen im Schockraum. Der Ablauf basiert auf den aktuellen Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie. Nach einem kurzen Eingangstest proben die Teilnehmer dann im Schockraum den Ernstfall. Dort werden mit Hilfe eines computerunterstützten Simulators verschiedenste Krankheitsbilder bis hin zur Pulsfunktion und Atmung täuschend echt nachgeahmt.

„Jeder vergisst, dass es eine Puppe ist“, sagte Procula Glien, Bereichsleitung Pflege des Bonner Notfallzentrums. Dabei hat jeder im zehnköpfigen Team einen festen Platz im Schockraum und weiß, was er zu tun hat. Ein elftes Teammitglied überwacht das Geschehen und hat wie ein Dirigent den Überblick. „Wir wollen uns synchronisieren und möglichst auf gleicher Augenhöhe die Schwerstverletzten versorgen, indem alle agierenden Kräfte wie Zahnräder ineinander greifen“, erläutert Dr. med. Ingo Gräff, Ärztlicher Koordinator des Bonner Notfallzentrums. Deshalb durchlaufen die Pflegekräfte gemeinsam mit den Ärzten die gleichen Kurseinheiten. „Durch die Schulung wachsen alle zusammen, und jeder hat ein besseres Verständnis für das Tun des anderen. Die Verständigung wird einfacher“, so Glien. hil

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