ArchivDeutsches Ärzteblatt21/2012Änderungen der Anlage 9.2 (Versorgung im Rahmen des Programms zur Früherkennung von Brustkrebs durch Mammographie-Screening) der Bundesmantelverträge

BEKANNTGABEN DER HERAUSGEBER: Kassenärztliche Bundesvereinigung

Änderungen der Anlage 9.2 (Versorgung im Rahmen des Programms zur Früherkennung von Brustkrebs durch Mammographie-Screening) der Bundesmantelverträge

Dtsch Arztebl 2012; 109(21): A-1109 / B-953 / C-945

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS

Bekanntmachungen

In § 5 (Voraussetzungen für die Genehmigung und Leistungserbringung) Abs. 5 Buchstabe e) wird der zweite Satz wie folgt gefasst:

„Dieser Kurs soll zusammen mit den vorgeschriebenen Kursen nach Buchstabe b) bis d) innerhalb von sechs Monaten vor Aufnahme der Tätigkeit in dem Referenzzentrum nach Buchstabe h) absolviert sein.“

Anzeige

In § 13 (Durchführung der multidisziplinären Fallkonferenzen) Abs. 1 werden folgende Sätze angefügt:

„Der Programmverantwortliche Arzt kann die Durchführung der multidisziplinären Fallkonferenzen in Form von Online-Bildkonferenzen anbieten. Das Nähere zur Durchführung regelt Anhang 13.“

In § 24 (Erstellung und Befundung von Screening-Mammographieaufnahmen) Abs. 2 Buchstabe b) wird der zweite Satz wie folgt gefasst:

„Dieser Kurs soll vor dem Kurs nach Buchstabe c) und innerhalb von sechs Monaten vor der Aufnahme der Tätigkeit in einem Referenzzentrum nach Buchstabe d) absolviert sein.“

In § 24 (Erstellung und Befundung von Screening-Mammographieaufnahmen) Abs. 2 Buchstabe c) wird der zweite Satz wie folgt gefasst:

„Dieser Kurs soll vor der Aufnahme der Tätigkeit in einem Referenzzentrum nach Buchstabe d) absolviert sein.“

In § 24 (Erstellung und Befundung von Screening-Mammographieaufnahmen) Abs. 2 Buchstabe d) wird der erste Satz wie folgt gefasst:

„Ganztägige Tätigkeit an zehn aufeinanderfolgenden Arbeitstagen in einem Referenzzentrum, wovon bis zu fünf aufeinanderfolgende Tage in einer von der Kooperationsgemeinschaft als gleichwertig anerkannten Einrichtung absolviert werden können, insoweit der Bedarf von den Referenzzentren nicht gedeckt werden kann.“

In § 25 (Befundung von Screening-Mammographieaufnahmen) Abs. 2 Buchstabe b) wird der zweite Satz wie folgt gefasst:

„Dieser Kurs soll vor dem Kurs nach Buchstabe c) und innerhalb von 12 Monaten vor der Aufnahme der Tätigkeit in dem Referenzzentrum nach Buchstabe d) absolviert sein.“

In § 25 (Befundung von Screening-Mammographieaufnahmen) Abs. 2 Buchstabe c) wird der zweite Satz wie folgt gefasst:

„Dieser Kurs soll vor der Aufnahme der Tätigkeit in dem Referenzzentrum nach Buchstabe d) absolviert sein.“

In § 26 (Ultraschalldiagnostik) Abs. 1 Buchstabe c) wird der erste Satz wie folgt gefasst:

„Selbständige Durchführung von mindestens 30 Ultraschalluntersuchungen der Mamma unter Anleitung durch den Leiter eines Referenzzentrums oder durch einen vom Referenzzentrum bestellten Arzt.“

§ 27 (Biopsien) Abs. 1 Buchstabe b) wird wie folgt gefasst:

„Selbständige Durchführung von mindestens 15 Stanzbiopsien der Mamma unter Ultraschallkontrolle unter Anleitung durch den Leiter eines Referenzzentrums oder durch einen vom Referenzzentrum bestellten Arzt.“

In § 27 (Biopsien) Abs. 3 Buchstabe b) wird der zweite Satz wie folgt gefasst:

„Dieser Kurs soll vor dem Kurs nach Buchstabe c) absolviert sein.“

§ 27 (Biopsien) Abs. 3 Buchstabe d) wird wie folgt gefasst:

„Selbständige Durchführung von mindestens 10 Stanzbiopsien der Mamma unter Ultraschallkontrolle unter Anleitung durch den Leiter eines Referenzzentrums oder durch einen vom Referenzzentrum bestellten Arzt.“

§ 27 (Biopsien) Abs. 3 Buchstabe e) wird wie folgt gefasst:

„Selbständige Durchführung von mindestens 10 Stanzbiopsien der Mamma unter Röntgenkontrolle und mindestens 10 Kalibrierungen des Zielgerätes unter Anleitung durch den Leiter eines Referenzzentrums oder durch einen vom Referenzzentrum bestellten Arzt.“

Dem § 28 (Beurteilung histopathologischer Präparate) Abs. 2 Buchstabe a) wird folgender Satz angefügt:

„In begründeten Ausnahmefällen kann von den Vorgaben abgewichen werden, z. B. können bei einer Teilnahmequote von unter 70 Prozent entsprechend reduzierte Zahlen an histopathologischen Präparaten angefordert werden.“

In § 32 (Praxisorganisation) Abs. 2 wird der erste Satz wie folgt gefasst:

„Die Erfassung der geforderten Angaben zu den Dokumentationen sowie die Abrechnung der Leistungen mit der Kassenärztlichen Vereinigung müssen EDV-gestützt erfolgen.“

Dem § 32 (Praxisorganisation) Abs. 2 wird folgender Satz angefügt:

„Die Kassenärztliche Bundesvereinigung verpflichtet sich, die Software innerhalb von 8 Wochen nach Vorlage zu zertifizieren bzw. zu rezertifizieren, sofern im Verlauf des Zertifizierungsprozesses bzw. Rezertifizierungsprozesses keine Mängel festgestellt werden.“

In § 41 (Übergangsregelungen) werden die Buchstaben a) bis e) sowie g) gestrichen.

In § 41 (Übergangsregelungen) wird die Frist in Buchstabe h) auf den 30.06.2012 verlängert.

Nach Anhang 12 wird folgender Anhang 13 eingefügt:

„Anhang 13 Organisation und Durchführung von Online-Bildkonferenzen

Werden die multidisziplinären Fallkonferenzen nach § 13 in Form einer Online-Bildkonferenz durchgeführt, müssen die folgenden Voraussetzungen erfüllt werden:

1. Die Verantwortung für die Organisation und Durchführung trägt der Programmverantwortliche Arzt.

2. Die Genehmigung zur Durchführung der multidisziplinären Fallkonferenzen in Form von Online-Bildkonferenzen erfolgt durch die Kassenärztliche Vereinigung. Der Referenzzentrumsleiter gibt hierzu nach Prüfung der Voraussetzungen nach der Nummer 6 eine Empfehlung ab.

3. Der Programmverantwortliche Arzt hat als Voraussetzung die erfolgreiche Rezertifizierung nachzuweisen.

4. Der Programmverantwortliche Arzt hat einem ärztlichen Mitarbeiter des Referenzzentrums die Teilnahme an den Online-Bildkonferenzen zu ermöglichen.

5. Der Programmverantwortliche Arzt hat die Erfüllung der technischen und organisatorischen Voraussetzungen in seinen Räumlichkeiten sicherzustellen. Diese bestimmt die Kooperationsgemeinschaft in Protokollen, die nach Genehmigung durch den Beirat der Kooperationsgemeinschaft veröffentlicht werden.

6. Jeder Teilnehmer, der an einer Online-Bildkonferenz teilnehmen will, muss die Erfüllung der technischen Voraussetzungen in seinen Räumlichkeiten gegenüber dem Programmverantwortlichen Arzt erklären. Diese bestimmt die Kooperationsgemeinschaft in Protokollen, die nach Genehmigung durch den Beirat der Kooperationsgemeinschaft veröffentlicht werden.“

Im Anhang 10 (Katalog der Leistungsparameter für die Überprüfung der Screening-Einheiten im Rahmen der Rezertifizierung) wird in Tabelle 1 (Kernparameter) in Zeile 4 (Befundung von Screening-Mammographieaufnahmen und Durchführung der Abklärungsdiagnostik) in Spalte 2 (Mindestanforderung) hinter das Wort „Erst-Screening-Untersuchung“ die folgende Fußzeile 7 eingefügt:

„Referenzwerte für Erstuntersuchungen sind beschränkt auf die Aufbauphase einer Screening-Einheit (siehe die „European guidelines for quality assurance in breast cancer screening and diagnosis“, Fourth Edition, Kapitel 1.9.2, Seite 45 bis 46 i.V.m. Kapitel 1.4, Seite 26). Ab der dritten Rezertifizierung (nach 60 Monaten) kann davon ausgegangen werden, dass die Aufbauphase einer Screening-Einheit abgeschlossen ist und sich die Ergebnisse auf ein etabliertes, laufendes Screening beziehen.“

Aus der Fußzeile 7 (alt) wird die Fußzeile 8 (neu).

Die Änderungen sind zum 1. Januar 2012 in Kraft getreten. 

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema