ArchivDeutsches Ärzteblatt21/2012Joachim Koch: Garant für Transparenz

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Joachim Koch: Garant für Transparenz

Dtsch Arztebl 2012; 109(21): A-1099 / B-945 / C-937

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Dr. med. Joachim Koch war Vorsitzender der Finanzkommission der Bundesärztekammer. Sein großes Anliegen: Die Kammerbeiträge sollen in einer gerechten Form erhoben werden. Foto: privat
Dr. med. Joachim Koch war Vorsitzender der Finanzkommission der Bundes­ärzte­kammer. Sein großes Anliegen: Die Kammerbeiträge sollen in einer gerechten Form erhoben werden. Foto: privat

Dr. med. Joachim Koch war Vorsitzender der Finanzkommission der Bundes­ärzte­kammer. Sein großes Anliegen: Die Kammerbeiträge sollen in einer gerechten Form erhoben werden.

Sein Name steht für Kontinuität und Verlässlichkeit. Dr. med. Joachim Koch hat sich in besonderer Weise für die ärztliche Selbstverwaltung engagiert. An insgesamt 23 Deutschen Ärztetagen nahm er als Delegierter teil. Von 1988 bis 2011 war er Mitglied der Finanzkommission der Bundes­ärzte­kammer. Acht Jahre fungierte er als Vorsitzender dieser Kommission. Neben diesen Aktivitäten auf Bundesebene arbeitete er in Gremien der Lan­des­ärz­te­kam­mer Baden-Württemberg sowie der Bezirksärztekammer und der Kassenärztlichen Vereinigung Nord-Württemberg mit. Darüber hinaus war er Vorstandsmitglied der Bezirksärztekammer Nord-Württemberg.

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Joachim Koch wurde am 27. April 1939 in Stuttgart als Sohn eines Kaufmanns geboren. Seine Abiturprüfung legte er am Gymnasium in Ludwigsburg ab. 1961 schrieb er sich für das Fach Humanmedizin ein. Er studierte in Tübingen und Wien. 1968 absolvierte er erfolgreich das Staatsexamen. Nach seiner Zeit als Medizinalassistent trat er eine Stelle in der Chirurgischen Abteilung des Klinikums Ludwigsburg an. 1973 ließ er sich als praktischer Arzt in Pleidelsheim nieder. 1995 erhielt er die Facharztbezeichnung für Allgemeinmedizin. Bis 2002 – 29 Jahre lang – war er mit vollem Einsatz für seine Patienten und ihre Anliegen da.

Koch hat gern in seiner Praxis gearbeitet. Doch er ist alles andere als ein Eigenbrötler, der allein seine Ziele verfolgt. Er ist ein Teamplayer und suchte deshalb den Austausch mit Kollegen. So kam auch sein Engagement in der ärztlichen Selbstverwaltung zustande. Alles begann mit seiner ehrenamtlichen Arbeit in der Ärzteschaft Ludwigsburg, deren Vorsitzender er bereits im Jahr 1976 wurde. Die Aufgaben, die er annahm, verfolgte er mit hohem Verantwortungsbewusstsein und über einen langen Zeitraum. Koch war zum Beispiel von 1976 bis 2010 Mitglied der Ver­tre­ter­ver­samm­lung der Bezirksärztekammer Nordwürttemberg.

Der Allgemeinarzt erwies sich als außerordentlich zuverlässig und integer. Sein großes Anliegen war, dass Art und Höhe des Kammerbeitrags in einer gerechten Form von den Mitgliedern erhoben werden. Damit hat er zweifelsohne maßgeblich zu einer hohen Akzeptanz des Kammerwesens unter seinen Kollegen beigetragen. In unzähligen Arbeitsstunden begleitete er darüber hinaus den Neubau des Kammergebäudes in Nordwürttemberg. Federführend hat er das Projekt überwacht und behielt dabei die finanziellen Gesichtspunkte im Auge.

Bei seinem unermüdlichen Engagement standen seine Fähigkeiten als Finanzfachmann im Vordergrund. Auf seine Expertise griff auch die Lan­des­ärz­te­kam­mer Baden-Württemberg zurück. Ab 1979 war er Mitglied des Umlageausschusses der Lan­des­ärz­te­kam­mer. Im Jahr 1987 wurde er zum Vorsitzenden dieses Gremiums gewählt. 1999 übernahm er den Vorsitz des Haushaltsausschusses der Lan­des­ärz­te­kam­mer. Als niedergelassener Allgemeinmediziner war Koch außerdem ehrenamtlich in der Kassenärztlichen Vereinigung Nord-Württemberg aktiv. Dort war er viele Jahre Mitglied der Ver­tre­ter­ver­samm­lung und engagierte sich als Vorsitzender der Finanzkommission. Auf Bundesebene saß er über mehrere Wahlperioden in der Ver­tre­ter­ver­samm­lung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung.

Unter seinen Kolleginnen und Kollegen genießt er hohes Ansehen – nicht zuletzt, weil er sich unter Zurückstellung seiner persönlichen Interessen für die Ärzteschaft engagierte. Er drängte sich nicht in den Vordergrund, sondern ihm ging es in seiner Tätigkeit stets um die Sache. Nicht nur in Baden-Württemberg, sondern auch auf Bundesebene war sein Sachverstand entsprechend gefragt. In seiner Funktion als Vorsitzender der Finanzkommission der Bundes­ärzte­kammer erstattete er von 1999 bis 2007 den Delegierten des Deutschen Ärztetages Bericht über die Kammerfinanzen und war ein Garant für Transparenz.

Joachim Koch fühlt sich auch heute der ärztlichen Selbstverwaltung verbunden. So fungiert er unter anderem als ständiger ärztlicher Beisitzer in der Gutachterkommission der Bezirksärztekammer Nordwürttemberg.

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