ArchivDeutsches Ärzteblatt21/2012WHO-Richtlinie: Neue Grenzwerte zur Ejakulatuntersuchung

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WHO-Richtlinie: Neue Grenzwerte zur Ejakulatuntersuchung

Dtsch Arztebl 2012; 109(21): A-1052 / B-908 / C-900

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Beweglichkeit, Form und Zahl der Spermien sind Kriterien bei der Beurteilung der Zeugungsfähigkeit. Foto: picture alliance
Beweglichkeit, Form und Zahl der Spermien sind Kriterien bei der Beurteilung der Zeugungsfähigkeit. Foto: picture alliance

Die Untersuchung des Ejakulats hat einen zentralen Stellenwert bei der Diagnose der männlichen Unfruchtbarkeit. Die neue Richtlinie der Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) zur Ejakulatuntersuchung liegt inzwischen in deutscher Übersetzung vor und muss bis 2013 umgesetzt werden. „Damit wird flächendeckend ein hoher Qualitätsstandard in andrologischen Laboren etabliert und Vergleichbarkeit erreicht“, sagt Prof. Dr. med. Sabine Kliesch, Sprecherin der Deutschen Gesellschaft für Urologie.

Mindestens sieben Prozent aller Männer im fortpflanzungsfähigen Alter haben zeitweise Probleme mit der Zeugungsfähigkeit. Ursachen können zum Beispiel ein Hodenhochstand im Kindesalter, Hormonstörungen, Infektionen der Samenwege, Krampfadern im Hoden oder genetische Ursachen sein. Nikotin, Stress, Alkohol, Übergewicht oder Medikamenteneinnahme können die Fruchtbarkeit beeinflussen.

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Zur Diagnose dienen der Ultraschall des Hodens, eine Blutuntersuchung zur Bestimmung des Hormonstatus und die Analyse einer Samenprobe, die Volumen und pH-Wert des Ejakulats, Gesamtzahl, Konzentration, Beweglichkeit, Form und Vitalität der Spermien erfasst. Für die Bewertung legt die WHO-Richtlinie neue untere Grenzwerte fest. Sie macht zudem Vorgaben bei der Spermienpräparation und der Qualitäts-
sicherung von Laboren. EB

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