ArchivDeutsches Ärzteblatt22-23/2012Zeckenstiche: Zahl der FSME-Fälle steigt

AKTUELL

Zeckenstiche: Zahl der FSME-Fälle steigt

Dtsch Arztebl 2012; 109(22-23): A-1116 / B-960 / C-952

afp

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
Zecken als Krankheitsüberträger: Neben FSME besteht auch die Gefahr von Borreliose. Foto: dpa
Zecken als Krankheitsüberträger: Neben FSME besteht auch die Gefahr von Borreliose. Foto: dpa

Die Zahl der durch Zecken übertragenen Hirnhauterkrankungen ist im vergangenen Jahr stark gestiegen. 2011 wurden 423 Fälle der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) gemeldet. Das war ein Anstieg um 63 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) in seinem aktuellen Epidemiologischen Bulletin berichtet. 2010 waren 260 FSME-Erkrankungen registriert worden.

Ein erhöhtes FSME-Risiko gibt es dem RKI zufolge vor allem in den südlichen Bundesländern. Neben Bayern und Baden-Württemberg sind auch Teile von Hessen, Rheinland-Pfalz, Thüringen und des Saarlands betroffen. Das RKI veröffentlichte eine Karte der Risikogebiete. Danach besteht in 140 Stadt- und Landkreisen ein erhöhtes FSME-Risiko. Auch in Gebieten, die nicht als Risikoregionen ausgewiesen seien, könne eine Infektion aber nicht absolut sicher ausgeschlossen werden, erklärte das RKI.

Anzeige

Menschen, die in FSME-Verbreitungsgebieten wohnen oder dort Urlaub machen, empfehlen die Fachleute eine Impfung, die im Abstand von drei bis fünf Jahren aufgefrischt werden muss. Auch vor Reisen ins Ausland kann eine FSME-Impfung ratsam sein. Durch einen Zeckenstich kann neben der FSME auch Borreliose übertragen werden. Eine wirksame Impfung gegen Borreliose gibt es bisher noch nicht. afp

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Deutsches Ärzteblatt plus
zum Thema

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema