ArchivDeutsches Ärzteblatt22-23/2012TV-Tipp: Die Rolle der Bakterien bei Autismus

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TV-Tipp: Die Rolle der Bakterien bei Autismus

Dtsch Arztebl 2012; 109(22-23): A-1192 / B-1026 / C-1018

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Wissenschaftler wie die Mikroökologin Dr. Emma Allen-Vercoe im Labor der University of Guelph, Kanada, untersuchen, ob es eine bakterielle Ursache für Autismus gibt.
Wissenschaftler wie die Mikroökologin Dr. Emma Allen-Vercoe im Labor der University of Guelph, Kanada, untersuchen, ob es eine bakterielle Ursache für Autismus gibt.

Autismus ist eine in der industrialisierten Welt weit verbreitete Entwicklungsstörung mit hoher Zuwachsrate. Wissenschaftler haben festgestellt, dass 70 Prozent der autistischen Kinder an schwerwiegenden Magen-Darm-Störungen leiden. Dieser Zusammenhang hat eine Gruppe von Mikrobiologen veranlasst, ihre Forschung auf den Verdauungstrakt betroffener Kinder auszurichten. Die Dokumentation „Hilfe bei Autismus? Die Rolle der Bakterien“ beim Sender arte (14. Juni 2012, 22.00 Uhr) beleuchtet die neue Theorie einer bakteriellen Ursache für Autismus. Sie begleitet Wissenschaftler in Kanada, den USA, Großbritannien, Norwegen und Schweden, die sich mit der menschlichen Darmflora befassen, um dort Indizien für die Ursache der Störung zu finden.

Fotos: ARTE/Christopher Sumpton
Fotos: ARTE/Christopher Sumpton
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Darüber hinaus zeigt die Dokumentation auch die Lebensgeschichte zweier Mütter mit autistischen Söhnen. Die eine ist aus Somalia nach Kanada eingewandert und hat ihren Fall in den Dienst der Wissenschaft gestellt. Die Forscher wollen herausfinden, warum bei eingewanderten Somalis gehäuft Fälle von Autismus auftreten. Die andere Mutter zeigt anhand von privaten Filmaufnahmen, dass die vorübergehende experimentelle Behandlung der Darmflora ihres Sohnes deutliche Fortschritte brachte: Er lernte sprechen und spielen und nahm mehr am Familienleben teil. EB

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