ArchivDeutsches Ärzteblatt PP6/2012Ausbildung: Ärzte bereichern die Ausbildung
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Ich bin Psychoanalytiker und leite seit vielen Jahren das staatlich anerkannte Ausbildungsinstitut Rhein- Eifel (www.rhein-eifel-institut.de). Dieses Ausbildungsinstitut hat auch die volle Weiterbildungsbefugnis für Ärzte in der „Fachgebundenen Psychotherapie“ und zum Zusatztitel „Psychoanalyse“. In der Ausbildung von Psychologen haben wir es immer für diese gewinnbringend erlebt, dass gleichzeitig die ärztlichen Kollegen mit ihrer Weiterbildung die Ausbildungsgruppen um ihr medizinisches Wissen bereichert haben.

Nun zu meiner Sorge: In dem Artikel hat die Autorin einseitig eine Lanze für die Ausbildung von Psychologen an der Universität gebrochen und die „privaten“ Institute in ein schlechtes Licht gerückt. (. . .) Es wird einseitig einer psychologischen Ausbildung ohne Einbeziehung der Ärzteschaft gehuldigt. An keiner mir bekannten universitären Ausbildungseinrichtung findet auch gleichzeitig ärztliche Weiterbildung statt. Dies widerspricht nicht nur dem Geist des Psychotherapeutengesetzes, sondern ist eine Steigbügelhaltung, die ärztliche Psychotherapie durch eine universitäre Ausbildung ins Abseits zu stellen. Ohne eine Verzahnung mit der ärztlichen Weiterbildung, wie diese an den privaten Instituten betrieben wird, bleibt die Ausbildung der Psychologen defizitär und damit die Versorgung der Bevölkerung mit guter Psychotherapie gefährdet.

Dipl.-Psych. Werner Dinkelbach, Andernach

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