ArchivDeutsches Ärzteblatt24/2012Dietmar Schulte: Für eine evidenzbasierte Psychotherapie

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Dietmar Schulte: Für eine evidenzbasierte Psychotherapie

Dtsch Arztebl 2012; 109(24): A-1248 / B-1072 / C-1061

Meißner, Marc

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Dietmar Schulte, Foto: Bundes­psycho­therapeuten­kammer
Dietmar Schulte, Foto: Bundes­psycho­therapeuten­kammer

Für sein 40-jähriges berufspolitisches Engagement und seine Verdienste für die Grundlagenforschung der Psychotherapie hat Prof. Dr. phil. Dietmar Schulte (68) den Diotima-Ehrenpreis der Psychotherapeutenschaft 2012 erhalten. Der Preis wird seit vier Jahren im Vorfeld des Deutschen Psychotherapeutentages verliehen.

Schulte hatte sich als Forscher und Kliniker schon früh für eine evidenzbasierte Psychotherapie sowie eine enge Verknüpfung von Wissenschaft und Praxis starkgemacht. Als Inhaber des Lehrstuhls für Klinische Psychologie der Ruhr-Universität Bochum (RUB) setzte er sich für die Einrichtung eines „Zentrums für Psychotherapie“ als poliklinische Psychotherapieambulanz ein und führte dort erste Modellprojekte zur „Weiterbildung in klinischer Psychologie“ durch. Daraus ging der weiterbildende Studiengang „Klinische Psychologie und Psychotherapie“ der RUB hervor, der Vorbild für viele vergleichbare Angebote ist.

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Ein wichtiges Anliegen war ihm stets die Professionalisierung der Psychotherapie: Bereits in den 70er Jahren forderte er ein Psychotherapeutengesetz, das er maßgeblich mitgestaltete und dessen Umsetzung er vorantrieb. Als Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats Psychotherapie hat er von 2005 bis 2011 dessen Arbeit mitgeprägt.

In seiner Dankesrede stellte Schulte die Bedeutung der Forschung für die Psychotherapie heraus. Schon heute hätte dadurch die Überwindung der Therapieschulen begonnen, da moderne störungsspezifische Ansätze Techniken aus den verschiedenen Schulen kombinierten. Marc Meißner

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