ArchivDeutsches Ärzteblatt25/2012Höhenaufenthalt möglich
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Zu dem Artikel ist aus Sicht der Therapie mit implantierten Kardiovertern/Defibrillatoren (ICD) eine Ergänzung vorzunehmen. Die Zusammenfassung im Kasten suggeriert, dass ICD-Trägern prinzipiell von Höhenaufenthalten > 2 000 m abzuraten ist. Das bedeutet, dass diesen Patienten neben einer körperlichen Aktivität in den Bergen auch von Flugreisen abzuraten wäre, da die Kabinendruckverhältnisse üblicherweise den natürlichen Druckverhältnissen bei einem Aufenthalt in 1 500 bis 2 500 m Höhe ähneln.

Eine geringe Rate an Arrhythmieereignissen bei Aufenthalten über 2 000 m (auch ohne Akklimatisation) spricht gegen ein wesentliches arrhythmisches Risiko bei ICD-Patienten (1). Die Abschätzung der Höhentauglichkeit eines ICD-Patienten orientiert sich daher in erster Linie an dessen Grunderkrankung und ist durch deren Schwere in vielen Fällen eingeschränkt. Das Vorhandensein eines ICD per se sollte jedoch kein Hinderungsgrund für einen Höhenaufenthalt sein.

DOI: 10.3238/arztebl.2012.0445a

Haitham Badran, M.D., PhD

Deutsches Herzzentrum München

Ain Shams Universität, Kairo

PD Dr. med. Christof Kolb

Deutsches Herzzentrum München

kolb@dhm.mhn.de

Interessenkonflikt

Haitham Badran ist Stipendiat der European Heart Rhythm Organisation (EHRA). PD Dr. Christof Kolb erhielt Vortrags- oder Beraterhonorare von Biotronik, Boston Scientific, Medtronic, St. Jude Medical und Sorin und führte Forschungsprojekte durch, die von Biotronik, Medtronic, St. Jude Medical, Sorin und Stereotaxis finanziell unterstützt wurden.

1.
Kobza R, Duru F, Erne P: Leisure-time activities of patients with ICDs: findings of a survey with respect to sports activity, high altitude stays, and driving patterns. Pacing Clin Electrophysiol 2008; 31: 845–9. CrossRef MEDLINE
2.
Schommer K, Bärtsch P: Basic medical advice for travelers to high altitudes. Dtsch Arztebl Int 2011; 108(49): 839–48.
VOLLTEXT
1. Kobza R, Duru F, Erne P: Leisure-time activities of patients with ICDs: findings of a survey with respect to sports activity, high altitude stays, and driving patterns. Pacing Clin Electrophysiol 2008; 31: 845–9. CrossRef MEDLINE
2.Schommer K, Bärtsch P: Basic medical advice for travelers to high altitudes. Dtsch Arztebl Int 2011; 108(49): 839–48.
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