ArchivDeutsches Ärzteblatt25/2012Morbus Dupuytren: Informationen über Therapieoptionen

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Morbus Dupuytren: Informationen über Therapieoptionen

Dtsch Arztebl 2012; 109(25): A-1326 / B-1147 / C-1127

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Die Deutsche Dupuytren-Gesellschaft e.V. (DDG) ist ein gemeinnütziger Zusammenschluss von Experten aus Forschung und Klinik sowie von Patienten. Die Organisation ist unabhängig und Mitglied der International Dupuytren Society. Sie informiert über die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten des Morbus Dupuytren und Ledderhose.

Handinnenfläche eines Patienten mit der Beugekontraktur der Finger durch Verhärtung und Schrumpfung der Sehnenplatte in der Hohlhand. Foto: picture alliance
Handinnenfläche eines Patienten mit der Beugekontraktur der Finger durch Verhärtung und Schrumpfung der Sehnenplatte in der Hohlhand. Foto: picture alliance

Ersterer ist nur wenig bekannt, aber weit verbreitet. Aus noch ungeklärten Gründen entstehen in der Handfläche oder der Innenseite der Finger gutartige Knoten, aus denen sich im Lauf der Zeit Stränge entwickeln. Diese verhindern zunehmend die Streckung des befallenen Fingers, so dass dieser immer mehr in die Handfläche gekrümmt wird. Die Knoten entwickeln sich vor allem bei älteren Menschen ab der fünften und sechsten Lebensdekade. Die Krankheit tritt bei Männern früher und aggressiver auf. Schätzungsweise etwa ein Drittel der älteren Hälfte der deutschen Bevölkerung hat Symptome der Krankheit, circa 1,5 bis 2 Millionen sind deutlich befallen, und 10 000 bis 15 000 Patienten werden jährlich behandelt. Die Krankheit ist nicht heilbar, es können bisher nur Symptome behandelt und die Handfunktion verbessert werden. Eine ähnliche und verwandte Krankheit befällt die Füße, die sogenannte Ledderhose, benannt nach dem deutschen Chirurgen Georg Ledderhose.

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Nicht jede der Behandlungsoptionen ist für jeden Patienten und jedes Stadium der Krankheit geeignet. Deshalb sind eine sorgfältige ärztliche Beratung und ein situationsgerechtes und optimales Behandlungskonzept wichtig. Der Information dienen unter anderem wissenschaftliche Veröffentlichungen, die Homepage (www.dupuytren-online.de), ein Patientenforum und Selbsthilfegruppen.

Ein weiteres Anliegen ist die Erforschung dieser Krankheit. Dazu organisiert die DDG wissenschaftliche Konferenzen und Informationsveranstaltungen. Sie war auch an der Erstellung eines im Januar 2012 erschienenen Buches beteiligt, das den Stand der Forschung zusammenfasst: Eaton, Seegenschmiedt, Bayat, Gabbiani, Werker, Wach (Hrsg.): Dupuytren’s Disease and Related Hyperproliferative Disorders. Principles, Research, and Clinical Perspectives. Heidelberg, New York 2012. EB

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