ArchivDeutsches Ärzteblatt25/2012Sexueller Kindesmissbrauch: Umsetzung der Empfehlungen schwierig

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Sexueller Kindesmissbrauch: Umsetzung der Empfehlungen schwierig

Dtsch Arztebl 2012; 109(25): A-1293 / B-1117 / C-1101

Bühring, Petra

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„Wir befinden uns weiterhin am Anfang beim Schutz der Kinder vor sexueller Gewalt“, sagte der Unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs der Bundesregierung, Johannes-Wilhelm Rörig, anlässlich der Halbjahresbilanz seiner Arbeit.

Es sei gelungen, durch Gespräche und Vereinbarungen mit den großen gesellschaftlichen und kirchlichen Organisationen „mehr Verbindlichkeit in den schwierigen Prozess der Umsetzung“ der Empfehlungen des Runden Tisches zu bringen (siehe „Das Schweigen ist gebrochen“, DÄ, Heft 50/2011).

Rörig appellierte an die Bundesländer, „sich möglichst schnell zu einigen, damit das Hilfesystem eingerichtet werden kann“. 100 Millionen Euro sollen Betroffene als „ergänzende Hilfen“ wie Entschädigungen und auch Psychotherapien erhalten. Bei der Hälfte der Summe sind die Länder in der Pflicht. „Sieben Monate nach Ende des Runden Tisches warten wir vergeblich auf die Umsetzung der Empfehlungen“, kritisierte Ingo Fock, der die Betroffenen vertritt. Er forderte „konkrete Zusagen“, wann mit den Hilfen gerechnet werden kann.

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Bei der telefonischen Anlaufstelle des Missbrauchbeauftragten haben sich seit dem Start im April 2010 mehr als 27 500 Betroffene und Angehörige gemeldet. Die kostenfreie Rufnummer lautet: 0800 2255530. PB

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