ArchivDeutsches Ärzteblatt25/2012Schwester Josefa Strunk: Ärztin und Ordensschwester

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Schwester Josefa Strunk: Ärztin und Ordensschwester

Dtsch Arztebl 2012; 109(25): A-1327 / B-1149 / C-1129

Klinkhammer, Gisela

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Schwester Josefa Strunk, Foto: privat
Schwester Josefa Strunk, Foto: privat

Patienten müssen in ihrer Sprechstunde nicht befürchten, bekehrt zu werden. So steht es auf der Homepage von Schwester Dr. med. Josefa Strunk. „Ich mache hier keinen katholisch“, sagt die Ordensschwester. Sie ist Allgemeinärztin mit dreijähriger Ausbildung für klassische Homöopathie. Schwester Josefa ist glücklich, Beruf und Berufung verbinden zu können. Die 47-Jährige promovierte 1991. In Exerzitien bei den Armen Schulschwestern lernte sie Gott neu kennen – „als einen, der nicht anonym weit weg von mir ist, sondern als den, der mit mir geht“. Von da an wurde diese Beziehung immer enger. Letztlich gewann sie oberste Priorität und ließ die junge Frau ihre eigene Praxis, ihre Patienten und ihre Wohnung aufgeben. Früher hätte Schwester Josefa ihren Beruf vermutlich für immer an der Klosterpforte abgeben müssen. Schon nach den ersten Monaten im Orden fragte ihre damalige Oberin aber, ob sie wieder als Homöopathin arbeiten wolle, das passe gut zur erzieherischen Aufgabe der Schulschwestern. Erziehung wird von den Schulschwestern ganzheitlich verstanden, und in der homöopathischen Erstanamnese gehe es auch darum, Zusammenhänge zwischen der eigenen Lebensgeschichte und seiner Krankheit zu finden.

Schwester Josefa ist auch geistliche Begleiterin. Wer sich intensiver mit seinem Glauben und seiner Beziehung zu Gott auseinandersetzen will, wird von der Ordensfrau in ein separates Zimmer geführt. Es ist ihr wichtig, klarzustellen, dass beide Bereiche unabhängig voneinander angeboten werden. Gisela Klinkhammer

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