ArchivDeutsches Ärzteblatt25/2012Karin Erasmi: Einstieg in die Allgemeinmedizin mit 45

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Karin Erasmi: Einstieg in die Allgemeinmedizin mit 45

Dtsch Arztebl 2012; 109(25): A-1327 / B-1149 / C-1129

Rieser, Sabine

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„Das Fach Anästhesie hat mir alles geboten“, sagt Dr. med. Karin Erasmi (45). „Ich habe extrem viel gelernt: Narkosen, Notfallmedizin, Schmerztherapie, auch Intensivmedizin.“ Dennoch hat Erasmi, die nahe Kiel lebt, ihre Stelle am Universitätsklinikum Lübeck aufgegeben und wird Hausärztin.

Vor kurzem hat sie die Facharztprüfung Allgemeinmedizin bestanden und hielt sich für die erste Quereinsteigerin in Schleswig-Holstein in diesem Bereich. Dass diese Bezeichnung einem anderen Anästhesisten gebührt, nämlich Bernd Scharfe (DÄ, Heft 14/2012), kann sich Erasmi mittlerweile erklären: Sie ist reguläre Einsteigerin.

Karin Erasmi, Foto: privat
Karin Erasmi, Foto: privat
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Erasmi, Mutter von zwei Kindern, hat sich in den letzten drei Jahren das, was ihr für die volle Weiterbildungsqualifikation Allgemeinmedizin fehlte, erarbeitet – neben einer Teilzeittätigkeit als Anästhesistin. Von einem erfahrenen Hausarzt, „einem richtigen Fuchs“, habe sie viel für den künftigen Praxisalltag gelernt, erzählt sie. Lob gibt es auch für den unterstützenden Ehemann, selbst Hausarzt, und für ihren Klinikchef, der ihren Wunsch nach Veränderung respektierte.

Warum? „Ich werde das nicht bis 67 machen können“, wusste Erasmi. „Die Medizin hat sich im Verlauf meiner Berufsjahre deutlich geändert.“ Der Arbeitsdruck ist gestiegen, nicht jede Operation befürworten Anästhesisten, doch ihr Spielraum ist begrenzt. „Ich will sagen: So machen wir das jetzt“, stellte sie am Ende vieler Überlegungen fest. In Kürze wird sie sich südlich von Kiel niederlassen. In der Praxis ihres Mannes mitarbeiten will sie nicht: „Ich werde meine eigene Chefin.“ Sabine Rieser

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