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Medizinstudierende: Lieber Klinikarzt als Landarzt

Deutsches Ärzteblatt Studieren.de, 3/2012: 4

Richter-Kuhlmann, Eva

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Großer Andrang: Klinikarbeitgeber der Region stellten beim DÄ-Kongress in Hamburg Weiterbildungsmöglichkeiten vor. Foto: Michael Kottmeier
Großer Andrang: Klinikarbeitgeber der Region stellten beim DÄ-Kongress in Hamburg Weiterbildungsmöglichkeiten vor. Foto: Michael Kottmeier

Künftige Ärztinnen und Ärzte legen in ihren Lebensentwürfen besonderen Wert darauf, Familie und Beruf vereinbaren zu können. Nicht zuletzt deshalb haben sie ein höheres Interesse an einer Angestelltentätigkeit als an einer Niederlassung als Arzt. Dies ist das Ergebnis einer Befragung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung unter 12 500 Medizinstudierenden, die jüngst in dem Schwerpunktheft „Medizinstudierende“ im Deutschen Ärzteblatt publiziert wurde (DÄ, Heft 18/2012).

Zudem würden Studierende, die sich später einmal niederlassen wollen, eine Tätigkeit als Facharzt im städtischen Raum der Arbeit eines Allgemeinmediziners auf dem Land vorziehen, bestätigte auch Prof. Dr. med. Hendrik van den Bussche, ehemaliger Direktor des Instituts für Allgemeinmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, beim Regionalkongress „Operation Karriere“ des DÄ. Van den Bussche hatte selbst im Rahmen einer multizentrischen Kohortenstudie Absolventen zu diesem Thema befragt: „Als dramatisch ist die Diskrepanz zwischen der Nachfrage nach Hausärzten und der anvisierten Berufswahl anzusehen“, bedauerte der Allgemeinmediziner. Lediglich zehn Prozent der Absolventen würden sich im hausärztlichen Bereich niederlassen wollen.

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Mit den Vorurteilen gegenüber der hausärztlichen Tätigkeit räumte deshalb der bereits zum vierten Mal in Hamburg veranstaltete Kongress auf und gab Tipps zu Bewerbung und Berufsstart. Insgesamt informierten sich mehr als 300 Nachwuchsmediziner am 1. Juni über ihre Karrierechancen sowohl im stationären und als auch im ambulanten Bereich. Weitere Kongresse „Operation Karriere“ wird es am 26./27. Oktober in Berlin und am 24. November in Köln geben. Die Teilnahme ist kostenfrei. ER

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