ArchivMedizin studieren3/2012Was macht eine . . .: Hebamme?

Medizin

Was macht eine . . .: Hebamme?

Deutsches Ärzteblatt Studieren.de, 3/2012: 30

Osterloh, Falk

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Foto: dpa
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Hebammen betreuen schwangere Frauen während der Schwangerschaft, der Geburt und im Wochenbett. Sie sind entweder in einem Krankenhaus angestellt oder arbeiten freiberuflich als Beleghebamme. Beleghebammen können Geburtshilfe, also die Überwachung des Geburtsvorgangs von Beginn der Wehen an, Hilfe bei der Geburt und Überwachung des Wochenbettverlaufs ohne Hinzuziehung eines Arztes auch im häuslichen Umfeld der Schwangeren oder in einem Geburtshaus durchführen. Ab drei Wochen vor dem errechneten Geburtstermin bis zur Geburt sind Beleghebammen dabei in Rufbereitschaft. In einem Krankenhaus ist eine Ärztin oder ein Arzt laut Hebammengesetz dazu verpflichtet, eine Hebamme während einer Geburt hinzuzuziehen.

Mit Ausnahme der Ultraschalluntersuchungen können Hebammen von der Feststellung der Schwangerschaft bis zur Ausstellung des Mutterpasses alle Vorsorgeuntersuchungen durchführen. Während der Schwangerschaft messen sie zum Beispiel den Blutdruck, untersuchen den Urin, führen Abstriche, Labor- und vaginale Untersuchungen durch und kontrollieren die Herztöne des Kindes. Die Ergebnisse ihrer Untersuchungen dokumentieren sie im Mutterpass, in dem diese vom Gynäkologen eingesehen werden können. Die Betreuung nach der Schwangerschaft umfasst es sowohl die Rückbildung der Gebärmutter als auch die Gewichtsentwicklung und Ausscheidungen des Kindes zu kontrollieren, die Mütter beim Stillen zu unterstützen, einen möglichen Dammschnitt zu versorgen oder die Eltern in der Babypflege anzuleiten.

Die Ausbildung zur Hebamme dauert drei Jahre. Sie wird an Hebammenschulen vorgenommen, die überwiegend Krankenhäusern angeschlossen sind. Auch wenn der Beruf fast ausschließlich von Frauen ausgeübt wird, darf er ebenso von sogenannten Entbindungspflegern verrichtet werden. fos

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